Spott nach der Blamage des Hamburger SV

Riesig die Euphorie, brutal der Absturz – nach dem 0:3 gegen Holstein Kiel herrscht wieder einmal Katzenjammer beim Hamburger SV. Das hatte sich der Ex-Dino ganz anders vorgestellt. Das 0:3-Heimdebakel gegen Holstein Kiel am Freitagabend erstickt die zuvor schier grenzenlose Euphorie in der Hansestadt.

„Das war desaströs, eine Katastrophe“, gestand Kapitän Lewis Holtby. „Wir haben auf die Fresse gekriegt.“ Ursprünglich wollte der Bundesliga-Absteiger gegen den Nachbarn aus Schleswig-Holstein den ersten Schritt auf dem Rückmarsch in die Erstklassigkeit setzen und der Konkurrenz unmissverständlich bedeuten: Vorsicht, hier kommt der HSV! Nach der Blamage ist der Respekt vor dem Dino erst mal weg.

Hamburger SV erntet Schadenfreude in sozialen Netzwerken

Im sozialen Netz herrschte Schadenfreude. „Es ist schön, dass man sich in Zeiten wie diesen trotzdem auf gewisse Sachen verlassen kann“, twitterte ein Fußballfan in Anspielung auf die Rolle des HSV in den vergangenen Jahren und wurde von einem anderen User bestätigt: „Der HSV kann eben nur gegen den Abstieg spielen.“ Es wurde auch Trost gespendet: „Im Keller ist es wenigstens kühl.“

Trainer Christian Titz: Nicht alles in Zweifel ziehen

HSV-Trainer Christian Titz warnte jetzt vor Aktionismus. „Wir werden jetzt nicht alles über den Haufen werfen und alles in Zweifel ziehen“, sagte der 47 Jahre alte Coach. „Wir waren nicht überheblich. Wir wussten, dass wir gut vorbereitet waren. Aber gestern war ein Tag, der dann auch mal gegen dich läuft.“ Nun wolle das Team die Sache am nächsten Sonntag beim SV Sandhausen gerade biegen.