Hamilton in Frankreich schneller als Vettel

Ein neuer Motor verhilft Lewis Hamilton in Frankreich zur Pole Position. Formel-1-Spitzenreiter Sebastian Vettel sieht trotzdem Chancen für das Rennen.

Hamilton: Starkes Zeichen des Teams

Lewis Hamilton wischte sich nach der Fahrt zur 75. Pole Position seiner Formel-1-Karriere nur ein paar Tropfen Schweiß von der Stirn. Mit Startplatz eins für den ersten Grand Prix von Frankreich seit zehn Jahren sicherte sich der Mercedes-Star am Sonnabend auch dank eines stärkeren Motors die besten Chancen, Ferrari-Rivale Sebastian Vettel sofort wieder von der WM-Spitze zu verdrängen. „Ganz vorn zu stehen, das ist ein starkes Zeichen des Teams“, sagte der 33 Jahre alte Hamilton, dessen finnischer Stallgefährte Valtteri Bottas in der Qualifikation von Le Castellet noch vor Vettel auf Platz zwei gefahren war.

Vettel: Nicht die richtige Balance gefunden

Nur ein WM-Punkt trennt Hamilton und den führenden Vettel vor dem achten Saisonlauf am Sonntag (16.10 Uhr/RTL) in Südfrankreich, nachdem der Deutsche zuletzt ungefährdet in Kanada gewonnen hatte. „Ich habe nicht die richtige Balance gefunden und es im letzten Versuch ein bisschen übertrieben“, erklärte Vettel nach der Startplatzjagd. Der 30-Jährige versicherte jedoch auch: „Mit Platz drei bin ich zufrieden, unser Auto sollte im Rennen gut sein.“

Letztes Rennen zehn Jahre her

„Das Rennen ist neu. Ich will der Erste sein, der hier gewinnt“, hatte Hamilton schon vor der Qualifikation gesagt. Zehn Jahre ist es seit dem letzten Rennen in Magny-Cours her, seit ein Grand Prix in Frankreich gefahren wurde. Das bislang letzte Gastspiel auf dem Circuit Paul Ricard liegt gar schon 28 Jahre zurück. Der seither mehrfach modernisierte Kurs diente zuletzt vor allem als Teststrecke.

Hülkenberg nur auf Rang zwölf

Für Renault-Pilot Nico Hülkenberg lief es beim Heimspiel seines Arbeitgebers nur mäßig. Der Rheinländer kam nicht über Rang zwölf hinaus und wird sich am Sonntag steigern müssen, um in die Punkteränge vorzustoßen.