Terrorgefahr: Erhöhte Sicherheit vor den Länderspielen

Das Freundschaftsspiel zwischen Belgien und Portugal ist nach den Anschlägen in Brüssel zuerst abgesagt worden. Nun soll es am Dienstag im portugiesischen Leiria stattfinden. Aber nicht nur bei diesem Spiel ist erhöhte Sicherheit angesagt.

Sicherheit an erster Stelle

Auch in Italien, den Niederlanden, Frankreich, Großbritannien, Österreich und der Türkei sind Testspiele geplant. Die Sicherheit der Fußball-Fans steht dabei an erster Stelle.

Italien – Spanien, Udine, 24. März

Im norditalienischen Udine wurden die Sicherheitsmaßnahmen für den Klassiker Italien – Spanien am Donnerstag in der Dacia Arena deutlich verschärft. Sprengstoffexperten und Spürhunde sollen das Stadion bereits vor dem Anpfiff durchsuchen. Rund um das Spiel werden deutlich mehr Polizisten und Sicherheitskräfte im Einsatz sein und die Einlasskontrollen verschärft.

Türkei – Schweden, Antalya, 24. März

In der Türkei herrscht nach einer Serie von Selbstmordanschlägen in Istanbul ohnehin Terroralarm. Dort war deshalb bereits das Derby zwischen Galatasaray und Fenerbahce abgesagt worden. In der Touristenhochburg Antalya – wo das Match stattfinden soll – wurden die Sicherheitsmaßnahmen nach Berichten türkischer Medien erhöht. Zum Schutz des Testspiels sollen der Zeitung „Habertürk“ zufolge bis zu 1600 Sicherheitskräfte eingesetzt werden.

Niederlande – Frankreich, Amsterdam, 25. März 

Der niederländische Fußballverband KNVB geht davon aus, dass das für Freitag geplante Freundschaftsspiel gegen Frankreich in der Arena in Amsterdam wie geplant stattfinden wird. Zu den Sicherheitsmaßnahmen habe es ein Gespräch mit den zuständigen Behörden geben. Ob die sie nun verschärft werden sollten, wurde zunächst allerdings nicht mitgeteilt.

Österreich – Albanien, Wien, 26. März

Bei der Partie am kommenden Sonntag im Wiener Ernst-Happel-Stadion müssten Fans mit erhöhter Polizeipräsenz und strengen Einlasskontrollen rechnen, teilte der Österreichische Fußball-Bund mit. Die konkreten Maßnahmen könnten aber noch nicht bekannt gegeben werden. Das Thema Sicherheit werde sehr ernst genommen, betonte der Verband. Die Gefährdungslage werde nicht so hoch eingeschätzt wie beim folgenden Test gegen die Türkei, sagte die Polizei.

Österreich – Türkei, Wien, 29. März

In Bezug auf die Türkei sei der Fokus nach den jüngsten Anschlägen in Istanbul bereits erhöht worden, sagte ein Sprecher der Wiener Polizei. Nicht nur das Spiel – erneut im Ernst-Happel-Stadion – sondern auch die Unterkunft der türkischen Mannschaft stehe unter intensiver Beobachtung. Mindestens 450 Polizisten, Sprengstoff- und Bereitschaftseinheiten sind am kommenden Dienstag im Einsatz.

Frankreich – Russland, Paris, 29. März

Bisher sind keine Überlegungen bekannt, die Partie zwischen Frankreich und Russland im Pariser Stade de France am kommenden Dienstag abzusagen. Doch das Land steht noch immer unter dem Eindruck der blutigen Terroranschläge des vergangenen Jahres. Behörden warnen, dass die Bedrohung noch nie so hoch gewesen sei. Nach wie vor gilt der Ausnahmezustand, der den Behörden Sonderrechte einräumt.

England – Niederlande, London, 29. März

In Großbritannien haben die Anschläge von Brüssel keine neue Debatte über Sicherheit in Fußballstadien entfacht. Die Verbandsbosse gehen vor dem Spiel gegen die Niederlande am Dienstag im Wembley-Stadion davon aus, dass es keine verstärkten Maßnahmen für das Nationalteam gibt. Man habe bereits einen sehr hohen Sicherheitsstandard, hieß es.

Lili Maffiotte

Lili Maffiotte

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Lili Maffiotte, Spanierin mit kompliziertem Namen, aber ohne Spanischkenntnisse, geboren und aufgewachsen in Norddeutschland. Seit 23 Jahren bei der NORDSEE-ZEITUNG - als gelernte Fotografin von der Bildredaktion über ein Volontariat in die Lokalredaktion mit Zwischenstationen in der Sportredaktion. Seit Oktober 2015 in der Online-Redaktion für die Social-Media-Kanäle zuständig.