Vettel strebt Kanada-Pole an – Dreikampf in Montréal erwartet

Seit fünf Jahren wartet Sebastian Vettel auf die Pole Position beim Großen Preis von Kanada. 2013 war der viermalige Formel-1-Weltmeister im Red Bull von Startplatz eins zu seinem bislang einzigen Sieg in Montréal gefahren. Die Chancen, dass ihm am Sonnabend (20.00 Uhr) in der Qualifikation im Ferrari eine Wiederholung gelingt, stehen gut, auch wenn es im Training am Freitag noch nicht wie gewünscht lief.

Was spricht für Sebastian Vettel

Ferrari ist mit einigen Motor- Verbesserungen nach Kanada gereist. Schon die gesamte Saison haben Vettel und die Scuderia bewiesen, dass sie ein titel-taugliches Auto haben. Und die powerträchtige Strecke auf der Ile Notre-Dame passt durchaus zum Ferrari. Vettel wartet seit zwei Monaten auf einen Sieg. Ein dritter Erfolg – es wäre der ingesamt 50. in seiner Karriere – würde jetzt helfen. Allerdings verlief das Training am Freitag mit den Plätzen vier und fünf noch nicht wie erhofft. „Wir haben das Auto noch nicht da, wo wir es haben wollen“, sagte er.

Was spricht für Lewis Hamilton

Er ist der absolute Montréal-Spezialist. Der Brite hat eine besondere Beziehung zu der Strecke. Hier gewann der heute 33-Jährige vor elf Jahren seinen ersten Grand Prix. Fünf Siege folgten, allein drei mit Mercedes in den vergangenen drei Jahren. Mehr Kanada-Erfolge als er hat nur Michael Schumacher, der sieben Mal triumphierte. Allerdings muss Hamilton in Montréal – anders als die Konkurrenz von Ferrari und Red Bull – auf einen neuen Motor verzichten.

Was spricht für Red Bull

Daniel Ricciardo ist mit dem Schwung seines Monaco-Sieges von vor zwei Wochen angereist. Das hat die Stimmung auch beim Team gehoben. Sein 20 Jahre alter Teamkollege Max Verstappen ist jetzt in der Pflicht, anders als in den sechs bisherigen Saisonrennen ein Wochenende ohne Fehler oder Unfälle hinzubekommen. Der Auftakt in Kanada war mit Bestzeiten in beiden Trainingseinheiten ganz verheißungsvoll.