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Diese Flüchtlinge starten in Bremerhaven richtig durch

Aysar Sabsabi und Mohammed Antakly leben erst seit kurzer Zeit in Deutschland, doch ihre Arbeitgeber in Bremerhaven wollen schon jetzt nicht mehr auf die beiden syrischen Flüchtlinge verzichten. Sie sind zwei von vielen Einwanderern, die im Zuge der Flüchtlingskrise nach Deutschland gekommen sind und hier beruflich durchstarten wollen.

Hochzufriedener Chef

Für Torsten Rupietta, Inhaber des Lokals Caspar David in der Bremerhavener Innenstadt, ist Aysar Sabsabi so etwas wie die Entdeckung des Jahres. Der 27 Jahre alte Syrer arbeitet zwar erst seit September 2017 als Küchenhilfe im Caspar David, dennoch ist Rupietta schon jetzt voll des Lobes: „Er verhält sich in jeder Hinsicht absolut vorbildlich: Er ist immer pünktlich, sehr höflich, hilfsbereit, arbeitet hervorragend und hat sich gut in das Team integriert.“

Flüchtling arbeitet in Bremerhavener Lokal

Im Caspar David arbeitet Sabsabi in Vollzeit und ist für verschiedenste Aufgaben zuständig: vom Abwasch über die Vorbereitung von Speisen und Unterstützung der Köche. Zusätzlich hilft er auch in der Bodega Nordenham aus. Von seinem Einkommen kann Sabsabi seinen Lebensunterhalt in Bremerhaven selbst finanzieren.

Studium in Bremen geplant

Doch damit gibt sich Sabsabi nicht zufrieden: Im kommenden Jahr will er in Bremen Informationstechnologie oder Psychologie studieren und seinen Erfolgsweg in Deutschland fortsetzen. „In Syrien habe ich auch schon IT studiert, konnte das Studium durch den Krieg aber nicht beenden“, sagt er.

Syrer sorgt für Furore

Studiert hat Mohammed Antakly zwar nicht, dafür aber in seiner syrischen Heimat eine Tischler-Ausbildung absolviert. Und die kommt dem 27-Jährigen auch in Deutschland zugute: „Herr Antakly besitzt herausragende Fähigkeiten im Baubereich, da kann so mancher Kollege nicht mithalten“, berichtet Matthias Peters, Geschäftsführer von Nordsee-Bau.

Vertrag wurde entfristet

Bei dem Betrieb arbeitet Antakly seit Januar 2017 in Vollzeit. Seine Vorgesetzten sind dermaßen zufrieden mit Ihm, dass sein Vertrag bereits entfristet wurde. „Er ist äußerst zuverlässig, arbeitet sauber, ist sehr flexibel und lernfähig“, schwärmt Peters. Auch mit den Kollegen kann sich Antakly gut verständigen, obwohl sein Deutsch noch ausbaufähig ist. „Er durfte an keinem Sprachkurs teilnehmen und hat sich die Sprache selbst, auch auf dem Bau und mit Hilfe seiner Kollegen, beigebracht, weil er auf der Flucht alles verloren hat, auch seinen Ausweis, und es daher Probleme bei den Behörden gab“, ergänzt Peters.

Mohammed Antakly arbeitet bei Nordsee-Bau. Foto: Käfer

„Eigenes Haus mit Garten“

Von seinem Lohn hat sich Antakly ein eigenes Auto und die Einrichtung seiner Wohnung gekauft. „Mir gefällt es in Bremerhaven sehr gut, daher will ich hier weiter arbeiten und mir irgendwann ein eigenes Haus mit Garten kaufen“, sagt Antakly. Spätestens dann ist er endgültig angekommen in Deutschland.

Syrer wollen in Deutschland leben und arbeiten

Das gilt auch für Aysar Sabsabi, der sich ein Leben in Deutschland ebenfalls sehr gut vorstellen kann. Damit stellen die beiden Syrer keinen Einzelfall dar: Unter den Flüchtlingen in Bremerhaven befinden sich viele Hochqualifizierte, die auch hier unbedingt arbeiten wollen.

Jobcenter Bremerhaven vermittelt

Zudem bietet das Jobcenter Flüchtlingen individuelle Schulungen, vielfältige Fort- und Weiterbildungen sowie umfangreiche Orientierungs-, Beratungs- und Förderleistungen an, um mögliche Einstellungshürden seitens der Arbeitgeber zu beseitigen. Weitere Infos gibt’s auf der Website des Jobcenters Bremerhaven sowie unter der Hotline des gemeinsamen Arbeitgeber-Service: 0800 – 4 5555 20 (gebührenfrei). Aber Achtung: Die Hotline ist nur für Arbeitgeber gedacht.