Darum kann Claudio Pizarro es noch immer

Bei Werder Bremen hieß der Mann des Wochenendes Claudio Pizarro. Der Stürmer schoss beim 5:2-Sieg gegen den SV Meppen zwei Tore. Er bekam danach Lob von allen Seiten – und das alles im Alter von 39 Jahren.

„Fühle mich gut“

Die Rückkehr des Vereinsidols zahlt sich für Werder auch rein sportlich aus. „Ich habe eine gute Vorbereitung hinter mir, ich fühle mich gut und wir haben eine gute Mannschaft. Die Sache läuft also bis jetzt. Hoffentlich geht das so weiter“, sagte Pizarro in einem „Deichstube“-Interview.

Auch Josh Sargent trifft

Das Testspiel gegen den Drittligisten Meppen fand in Cloppenburg statt – und Pizarro schoss dabei das erste und das letzte Bremer Tor (5./90.). Die anderen Treffer erzielten Yuya Osako (18.), U19-Spieler Pascal Hackethal (76.) sowie US-Stürmer Josh Sargent (82.).

Vielleicht ein paar Schmerzen

„Es war eigentlich mit dem Trainer abgesprochen, dass ich 60 bis 70 Minuten spiele“, erzählte Pizarro. „Dann hat er mich in der zweiten Halbzeit gerufen und wollte mir etwas sagen. Ich dachte: Ich werde ausgewechselt, aber er sagte: Du spielst weiter.“ Vielleicht werde er jetzt in den nächsten Tagen ein paar Schmerzen spüren, meinte der Routinier. „Aber ich brauche auch ein bisschen Spielpraxis. Für mich ist es als Stürmer immer wichtig, Tore zu machen.“

Pizarro-Transfer hat nicht jeder verstanden

Dass Werder den Peruaner noch ein drittes Mal zurückgeholt hat, verstand in der Fußball-Bundesliga nicht jeder. Zum einen, weil sich der Verein erst vor einem Jahr gegen seine Weiterbeschäftigung entschieden hatte. Und zum anderen, weil mit Martin Harnik und dem Japaner Osako in diesem Sommer zwei weitere Stürmer kamen.

Kohfeldt sieht Pizarro als Führungsfigur

Trainer Florian Kohfeldt erklärte den großen Wert von Pizarro am Wochenende aber noch einmal explizit. „Wenn er reinkommt, ist der Effekt auf unterschiedlichen Ebenen so stark, dass ich nicht darauf verzichten möchte“, sagte der Coach. „Man sieht, dass er einfach ein großes Spielverständnis hat.“ Und dass er als Führungsfigur ausnahmslos positiv auf die vielen jungen Spieler im Kader einwirke. (lni)