Darum kritisieren die Bremer Ultras die Werder-Geschäftsführung

Bremer Ultragruppierungen haben die Werder-Geschäftsführung wegen des bevorstehenden Verkaufs der Namensrechte für das Weserstadion kritisiert.

„Unehrliches Handeln“

In einer Mitteilung im Namen von insgesamt sieben Fan-Gruppen wurde ein „intransparentes und unehrliches Handeln“ des Fußball-Bundesligisten gegenüber den Fans moniert. Demnach habe die Bremer Geschäftsführung dem Fan-Beirat zunächst zugesichert, über die Entwicklung und einen möglichen Verkauf des Namens involviert zu werden. Dies wurde am Ende aber offensichtlich nicht eingehalten.

Sponsor zahlt drei Millionen Euro pro Jahr

Nach übereinstimmenden Medienberichten werden die Bremer in dieser Woche die Namensrechte am Weserstadion an das Immobilien-Unternehmen „Wohninvest Holding GmbH“ verkaufen. Die Bremer werden demnach für zehn Jahre im Wohninvest Weserstadion spielen und erhalten dafür pro Jahr drei Millionen Euro. Der Verein wollte sich bislang dazu nicht äußern.

„Scheinheiligkeit“

In dem Schreiben werfen die Ultras der Bremer Geschäftsführung zudem „Scheinheiligkeit“ vor. Durch den Deal mit einem Immobilien-Unternehmen habe die „soziale Verantwortung des Vereins das Nachsehen und mal wieder stellt ein Sponsoring-Vertrag die Doppelmoral der Geschäftsführung unter Beweis“, heißt es. (dpa)