Florian Kohfeldt gibt Werder Bremen den Mut zurück

von Björn Knips

Nach dem zweiten Sieg im vierten Spiel darf Florian Kohfeldt mehr denn je darauf hoffen, über das Jahresende hinaus Werders Chefcoach zu bleiben. Zumal sein Team am Sonnabend beim 1:0-Heimsieg gegen den VfB Stuttgart bewiesen hat, dass es nach den spielerischen Verbesserungen auch knallharten Abstiegskampf kann.

Sportchef Frank Baumann lässt sich in der Trainerfrage nicht treiben

Doch Sportchef Frank Baumann lässt sich bei aller Zufriedenheit mit Kohfeldt nicht treiben: „Es gibt keinen Grund, etwas an unserem Plan zu ändern. Wir konzentrieren uns auf die Spiele. Noch stehen wir auf einem Abstiegsplatz. Den wollen wir gerne bis zur Winterpause verlassen.“ Danach soll die Zukunft von Kohfeldt auch für die Öffentlichkeit geklärt werden.

Fokus auf die letzten Bundesligaspiele 2017 und den DFB-Pokal

Intern sollen die Verantwortlichen bei der Entscheidungsfindung bereits auf die Zielgerade eingebogen sein – und zwar mit Kohfeldt im Gepäck. Doch der Fokus liegt auf den drei noch ausstehenden Partien in der Bundesliga-Hinrunde und dem Pokal-Achtelfinale gegen Freiburg. Natürlich weiß Baumann, dass es zunächst zwei Mal in die Fremde geht und dort Topteams wie Dortmund und Leverkusen warten. Trotzdem sagt er: „Wir haben in dieser Saison schon so viel liegen gelassen. Es wird Zeit, dass wir auch mal dort punkten, wo man nicht unbedingt damit rechnet.“

Bei Werder Bremen ist der Mut zurück

Eine deutliche Ansage! Aber seit Kohfeldt das Kommando von Alexander Nouri übernommen hat, ist bei Werder der Mut zurück. Da wird dann auch mit Überraschungen geliebäugelt. Denn die Mannschaft tritt nun ganz anders auf, sie spielt wieder Fußball und vor allem nach vorne.

Baumann freut sich über Einsatz und Leidenschaft

Gegen Stuttgart fiel ihr das allerdings wesentlich schwerer als in den drei Partien zuvor. „Keine Mannschaft in der Bundesliga, kann jede Woche glänzen“, zeigt Baumann absolut Verständnis für den etwas anderen Auftritt. Dann sei es umso wichtiger, dass die Grundvoraussetzungen stimmen: Einsatz und Leidenschaft. „Das war ein echter Fight“, beschreibt Baumann die Partie: „Jeder hat wirklich jedem geholfen, wir haben uns den Sieg absolut verdient.“ Es heißt eben nicht umsonst Abstiegskampf.