Polizeikosten: Andere Vereine wollen nicht für Werder zahlen

Der Geschäftsführer der Deutschen Fußball-Liga (DFL), Christian Seifert, hat nach dem Gerichtsurteil über Polizeikosten bei Hochrisikospielen die Forderung nach einer Teilung der Kosten zwischen den Vereinen abgelehnt.

Kein Solidarfont

„Was klar ist: Es wird niemals einen Solidarfonds geben“, sagt Seifert in einem Interview mit dem „Kicker“. „Mit welchem Recht soll die DFL Vereine wie Sandhausen, Freiburg, Heidenheim oder Hoffenheim an einem Polizeieinsatz in einem anderen Bundesland beteiligen?“.

Verein als Veranstalter

Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) hatte die DFL davor gewarnt, die Kosten von 2,3 Millionen Euro seit 2015 auf Werder Bremen abzuwälzen. Nach Ansicht von Seifert müsse jedoch der Verein als Veranstalter für die Kosten aufkommen. Die DFL ziehe aus den Spielen auch keinen Gewinn, da sie knapp 94 Prozent ihrer Milliarden-Umsätze an die Clubs ausschütte.

„Fans die Wahrheit sagen“

Vielmehr profitiere indirekt das Land Bremen durch seine Beteiligung an der Stadiongesellschaft, in deren Aufsichtsrat Mäurer sitze. „Dann zu behaupten das Land wolle Werder nichts Böses, das ist an Dreistigkeit nicht zu überbieten“, kritisiert Seifert und fordert: „Es wird Zeit, dass Herr Mäurer den Fans des SV Werder die Wahrheit sagt.“ (dpa)