Werder-Trainer Kohfeldt warnt vor Selbstzufriedenheit

von Daniel Cottäus

Hinter Florian Kohfeldt liegt ein freies Wochenende. Etwas Zeit mit der Familie, mal raus aus Bremen – Werders Trainer hat die vergangenen Tage dafür genutzt, um etwas Kraft zu tanken.

Kohfeldt knapp fünf Monate im Amt

„Es war eine gute Zeit mit viel Ruhe“, sagt Kohfeldt, für den die Länderspielpause auch Gelegenheit bot, die vergangenen knapp fünf Monate einmal ungestört Revue passieren zu lassen. Ende Oktober hatte der 35-Jährige das Traineramt von Alexander Nouri übernommen, seitdem ist viel passiert. Kohfeldt hat die Bremer vom 17. auf den zwölften Tabellenplatz und damit so gut wie raus aus der Abstiegszone geführt.

Wieder gegen Eintracht Frankfurt

Sein erster Gegner als Werders Cheftrainer hieß im November Eintracht Frankfurt, das am Ostersonntag nun zum Rückspiel ins Weserstadion kommt. „Die Zeit ging schnell rum“, betont Kohfeldt, der damals die Aufgabe hatte, eine verunsicherte Mannschaft schnell stabil zu bekommen. Vor dem neuerlichen Vergleich mit Frankfurt will er jetzt dafür sorgen, dass sich eine stabile Mannschaft nicht zu sicher fühlt.

Nur nicht zu sicher fühlen

Angesichts von komfortablen acht Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz könnte schließlich der eine oder andere Bremer Profi zur Ansicht gelangen, die Sache mit dem Abstiegskampf habe sich endlich erledigt. „Ich habe im Kopf, dass das passieren kann“, sagt Kohfeldt. Der Trainer weiß: Bei allen Vorteilen, die es bietet, während einer Länderspielpause mal auf andere Gedanken zu kommen, bleibt am Ende doch immer die Herausforderung, das Alltagsgeschäft in der Bundesliga wieder voll fokussiert anzugehen. „Das ist jetzt die Aufgabe des Trainerteams, eigentlich sogar des Gesamtvereins, jeden daran zu erinnern, dass die Lage in der Tabelle noch nicht so ist, wie wir uns das wünschen.“