Wiedersehen nach vier Monaten: Werder Bremen trifft auf Ex-Co-Trainer Florian Bruns

von Daniel Cottäus

Es ist gerade einmal vier Monate her, dass Florian Bruns Werder Bremen überraschend verlassen musste, am Samstag kehrt der ehemalige Bremer Co-Trainer nun mit seinem neuen Arbeitgeber SC Freiburg ins Weserstadion zurück.

Nouri betont „respektvollen Umgang“

Dann kommt es für Werder-Coach Alexander Nouri zum ersten Wiedersehen mit dem Mann, den er nach der abgelaufenen Saison nicht mehr in seinem Team haben wollte. „Wir hatten jetzt keinen Kontakt“, sagte Nouri am Donnerstag während der Pressekonferenz vor dem Freiburg-Spiel und wies dann auf den „respektvollen und professionellen Umgang“ miteinander hin.

Florian Bruns war bei Werder-Spielern beliebt

Kurz nach dem Auswärtsspiel in Dortmund war damals durchgesickert, dass Bruns bei Werder keine Zukunft mehr hat. Es war eine Nachricht, die für Außenstehende mehr als überraschend kam. So galt Bruns in Spielerkreisen als sehr beliebt und war zudem federführend im Einstudieren von Standardsituationen, nach denen Werder durchaus erfolgreich war.

Nouri wollte mehr Aufgaben übernehmen

Das Aus des Assistenten begründete Nouri damit, dass er künftig mehr Aufgaben selbst übernehmen wolle, um noch näher an die Mannschaft heran zu rücken. Eine Änderung, die in den Augen des Trainers bisher Früchte trägt: „Wir sind zufrieden mit der Situation, wie sie sich bei uns jetzt darstellt.“

„War auch ein Schock“

Bruns selbst hatte nach seinem Abschied aus Bremen lange Zeit nicht öffentlich über das Thema gesprochen, in einem Interview mit Radio Bremen äußerte er nun jedoch seine damalige Verwunderung: „Für mich kam das Ende überraschend und es war im ersten Moment auch ein Schock, als ich es kurz vor Saisonende erfahren habe.“

Bruns nun Co-Trainer in Freiburg

Inzwischen zählt der 38-Jährige, der gerne in Bremen geblieben wäre, zum Trainerteam von Christian Streich und fühlt sich wohl in der neuen Rolle. Nouri sagte dazu am Donnerstag: „Er hat für sich perspektivisch einen guten Weg gefunden.“

Mannschaftserfolg im Mittelpunkt

Das Wiedersehen der ehemaligen Weggefährten dürfte am Samstag jedenfalls distanziert ausfallen. Der Werder-Coach sagte dazu nur: „Es geht uns beiden um den Erfolg mit der eigenen Mannschaft. So war es ja auch in Bremen.“ Ehe dann Ende Mai der gemeinsame Weg auf Nouris Wunsch hin endete.