21-jähriger Nordenhamer muss für fünf Jahre ins Gefängnis

Ein 21-jähriger Nordenhamer muss für fünf Jahre ins Gefängnis. Das Oldenburger Landesgericht sah es als erwiesen an, dass der Mann seine Ex-Freundin angegriffen und Ersthelfer mit abgebrochenen Glasflaschen lebensgefährlich verletzt hat.

Gefährliche Körperverletzung

Der ursprüngliche Tatvorwurf lautete versuchter Totschlag. Doch die Kammer unter Vorsitz von Richter Sebastian Bührmann wertete die Taten als gefährliche Körperverletzung in zwei Fällen. Die Begründung: Der Angeklagte habe letztlich freiwillig von einem versuchten Tötungsdelikt abgelassen.

Mit Kasseneinsatz geschlagen

Der stark betrunkene Angeklagte hatte in der Tatnacht die Kneipe in Nordenham aufgesucht, in der seine Ex-Freundin als Tresenkraft arbeitete. Schon früher hatte der Angeklagte die Frau misshandelt und geschlagen. In der Kneipe verlief zunächst alles ruhig. Dann aber, als der Angeklagte das Lokal verlassen sollte, weil es schließen wollte, schlug der Angeklagte mit einem Kasseneinsatz auf die Frau ein. Auch diese Tat wertete das Gericht als gefährliche Körperverletzung.

Ersthelfer mit Glasflasche attackiert

Zwei Ersthelfer waren der Frau zur Hilfe geeilt. Beiden Männern schlug der Angeklagte eine Glasflasche auf den Kopf. Die Flaschen waren dabei zerborsten. Den Feststellungen zufolge fügte der Angeklagte einem der Ersthelfer mit einer der abgebrochenen Glasflaschen Schnittverletzungen am Hals zu. Die Attacken auf die Ersthelfer waren als ein versuchtes Tötungsdelikt angeklagt.

Eine detaillierte Urteilsbegründung lest ihr am Mittwoch in der KREISZEITUNG WESERMARSCH.