A 29-Unfall: Ladung doch nicht so giftig wie vermutet

Nach den Unfällen am Dienstag auf der A29 bei Großenkneten und der damit verbundenen Vollsperrung sind in der Nacht die Bergungsarbeiten fortgesetzt worden. Die Polizei hat am Mittwochvormittag ein Update zur aktuellen Lage veröffentlicht. Demnach war der geladene Stoff nicht so giftig wie zuerst angenommen. 

In der Nacht Laster aufgerichtet

Zunächst konnte gegen 0.30 Uhr unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen der Sattelzug aufgerichtet werden. Die Mitarbeiter des Abschleppunternehmens trugen hierbei Atemschutz. Nachdem der Sattelzug aufgerichtet war, konnte ein Angehöriger der Herstellerfirma das geladene Gut begutachten und eine neue Einschätzung des Stoffes vornehmen.

80 Fässer waren geladen

Insgesamt hatte der Sattelzug 80 Fässer des Stoffes geladen, von denen fünf durch den Verkehrsunfall beschädigt wurden. Der bei der Bergung auslaufende Gefahrstoff konnte vollständig aufgefangen werden. So konnte das zuerst angenommene Gefahrgut auf einen Gefahrstoff heruntergestuft werden. Bei den geladenen Isocyanaten handelt es sich um eine ungefährlichere Untergruppe der Isocyanate.

Fahrzeuge von Autobahn geholt

In der Nacht konnten auch die 40 Sattelzüge nach Öffnung der Mittelschutzplanke über die Richtungsfahrbahn Oldenburg aus der Vollsperrung geführt werden. Auch die verbleibenden Fahrzeuge im Sicherheitsbereich konnten durch Beamte der Autobahnpolizei von der Autobahn gefahren und im Laufe des Vormittags an die Fahrzeugeigentümer übergeben werden.

Autobahn bleibt Richtung Süden noch gesperrt

Gegen 6.45 Uhr wurde die Fahrbahn in Richtung Oldenburg wieder freigegeben. Mit einer Freigabe der Richtungsfahrbahn Osnabrück ist nach aktueller Einschätzung nicht vor den Abendstunden zu rechnen.

Frank Lorenz

Frank Lorenz

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Frank Lorenz, Jahrgang 1982, stammt aus Bremerhaven und ist seit 2008 Redakteur bei der Kreiszeitung Wesermarsch. Er studierte Journalismus und Technische Kommunikation im Ruhrgebiet und volontierte bei der Nordsee-Zeitung.