Silvester: Böllern im Nationalpark Wattenmeer ist verboten

Zu Silvester knallen um Mitternacht nicht nur die Sektkorken, auch draußen lassen es viele Menschen mit Feuerwerk richtig krachen. „Was den einen Spaß bereitet, macht anderen aber richtig Angst“, sagt Peter Südbeck von der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer.

Tiere brauchen besonderen Schutz

Nicht umsonst sei das Zünden von Feuerwerkskörpern in der Nähe von Krankenhäusern, Kinder- und Altenheimen gesetzlich verboten. Besonderen Schutz bräuchten auch Tiere, die durch die plötzlichen Knall- und Lichteffekte in Panik geraten könnten. In Schutzgebieten wie dem Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer ist das Abbrennen von Feuerwerken deshalb streng untersagt.

Feuerwerk erschrickt die Vögel

Der Schall der Explosionen und das Licht aufsteigender Raketen tragen sehr weit, sodass auch außerhalb des Nationalparks gezündetes Feuerwerk Vögel und andere Wildtiere erschreckt. Die Nationalparkverwaltung appelliert deshalb an die Anwohner und Gäste, im weiträumigen Umfeld des Nationalparks und Weltnaturerbes auf Böller und Raketen zu verzichten. „Gerade jetzt brauchen die im Wattenmeer überwinternden Rastvögel vor allem eins: Ruhe“, erklärt Nationalpark-Leiter Peter Südbeck.

Frank Lorenz

Frank Lorenz

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Frank Lorenz, Jahrgang 1982, stammt aus Bremerhaven und ist seit 2008 Redakteur bei der Kreiszeitung Wesermarsch. Er studierte Journalismus und Technische Kommunikation im Ruhrgebiet und volontierte bei der Nordsee-Zeitung.