Butjenterin studiert in der Zarenstadt

Mit mehr als fünf Millionen Einwohnern stellt Sankt Petersburg einen krassen Gegensatz zum beschaulichen Burhave dar. Die 22-jährige Nadine Schiller aus Burhave fühlt sich in der ehemaligen russischen Hauptstadt trotzdem sehr wohl. Sie studiert dort für ein Semester an der Universität.

Neue Lieblingsstadt

„Sankt Petersburg ist mit Abstand die schönste europäische Stadt, die ich je erkunden durfte – wenn nicht sogar meine Lieblingsstadt“, erklärt Nadine Schiller. Eigentlich möge sie Großstädte  nicht besonders. Sankt Petersburg habe sich mitsamt seinen vielen Baudenkmälern, den Straßenmusikern und prunkvollen Metro-Stationen überzeugt.

Nur jeder Fünfte spricht englisch

In der Universität finden zwar alle Veranstaltungen auf Englisch statt. Im Alltag kommt man damit in Sankt Petersburg allerdings nicht weit, da nur etwa jeder fünfte Englisch spricht. „Nach zwei bis drei Wochen Russischunterricht wurde alles wesentlich leichter“, sagt die Studentin. Auch kyrillisch könne sie inzwischen lesen.

Deutsche Wirtschaft als Vorbild

Als Deutsche fühlt sich Nadine Schiller in Sankt Petersburg gut aufgehoben: „Entweder stoßen wir auf Begeisterung und Interesse oder auf Abweisung und Desinteresse. Aber eher ersteres“, meint sie. Während der Vorlesungen in der Universität werde Deutschland außerdem oftmals als Vorbild für wirtschaftliche Themen genutzt.

Semester dauert bis Januar

Ihr Auslandssemester in Russland geht noch bis in den kommenden Januar. Einen bleibenden Eindruck hat das Land jetzt schon hinterlassen: „Es ist mein erster Besuch in Russland und wird definitiv nicht mein letzter bleiben“, sagt die 22-Jährige.