Deichschäfer beklagt Wolfsangriff in der Wesermarsch

Wie viel Wolf verträgt die Wesermarsch? Diese Frage ist erneut entbrannt angesichts eines mutmaßlichen Wolfsrisses bei Fuchsberg im Westen der Gemeinde Elsfleth.

Vier Schafe sind zu Tode gekommen

Es geschah in der Nacht zum Montag vergangener Woche. Vier Schafe sind zu Tode gekommen, mehrere verletzt. „Es war eindeutig ein Wolf“, sagt der betroffene Schäfer, Fred Wachsmuth aus Moorhausen. Unterdessen erneuert Kreislandvolkchef Dr. Karsten Padeken die Forderung der Bauern, die Wesermarsch als wolfsfreie Zone zu deklarieren.

Ein Schaf bei lebendigem Leib angefressen

Der Angreifer hat ein Schaf getötet und halb aufgefressen. „Ein anderes lebte noch, als ich es angefressen fand“, sagt Fred Wachsmuth, der die Deichschäferei Moorhausen betreibt. „Ich musste es erschießen“. Zwei Schafe sprangen in ihrer Panik in einen Graben und ertranken. „Drei haben sich ein Bein gebrochen, fünf haben Bisswunden am Hals.“

Offizelle DNA-Analyse steht noch aus

Die Bestätigung, dass es ein Wolf war, stammt von der Auswertung der DNA-Analye im ForGen-Instituts in Hamburg. Offiziell wird vom Land allerdings das Senckenberg-Institut beauftragt. Dieses Ergebnis liegt noch nicht vor. „Das müssen wir abwarten, bevor vorschnelle Schlüsse gezogen werden“, sagt Wolfsberater Franz-Otto Müller.