Dürrehilfen für die Landwirtschaft: Das Geld könnte knapp werden

Allein 580 Anträge sind von Landwirten aus dem nördlichen Oldenburger Land gestellt worden. Sie hoffen auf Dürrehilfe.

Ernteausfall im Grünland: 40 Prozent

Bei den Grünlandbetrieben beträgt der Ernteausfall aufgrund des trockenen Sommers 40 Prozent. „Viele Betriebe verfüttern jetzt bereits die Vorräte, die für den Winter eingeplant waren“, sagt Manfred Ostendorf, der Geschäftsführer der Landvolkverbände Wesermarsch und Friesland. Land und Bund haben 35 Millionen Euro für die Bauern in Niedersachsen bereitgestellt, damit sie Futter zukaufen können.

20.000 Euro pro Hof

Nach den Richtlinien belaufen sich die durchschnittlichen Ansprüche der Betriebe auf rund 20.000 Euro pro Hof. Fraglich ist allerdings, ob das Geld reichen wird. Allein im nördlichen Oldenburger Land hoffen die Bauern auf gut 10 Millionen Euro. Sie stellen aber nur zehn Prozent der Landwirte in Niedersachsen. 35 Millionen Euro stehen landesweit zur Verfügung. Wenn das Geld knapp wird, soll nach Informationen des Landvolks bei jedem Antragsteller proportional gekürzt werden.

Einkommenshöhe entscheidet

Im Landkreis Wesermarsch sind 289 Anträge gestellt worden, in Friesland 170, im Ammerland 107 und in Wilhelmshaven 14. Landesweit sind die Anträge noch nicht alle ausgezählt worden. Die Antragsberechtigung hängt auch von der Einkommenshöhe der Bauern ab.