Fährkunden in Nordenham sind heiß auf Hotdogs

Hier das Rezept, mit dem man eine Marktlücke schließen kann: Man nehme zwei Brötchenhälften, streue ein paar Röstzwiebeln darauf und garniere das Ganze dann mit Wurst, Senf, Ketchup und Gurkenscheiben, – schon ist man fertig. So hat es zumindest bei Stanislav Danschikov funktioniert. Der 41-jährige Einswarder hat sich einen Imbisswagen gekauft, um am Blexer Fähranleger Hotdogs verkaufen zu können. Bei den Fährkunden, die wegen der Sperrung der südlichen Wesertunnel-Röhre oft stundenlang auf ihr Schiff warten müssen, rennt er damit offene Türen ein.

Idee stammt von Ehefrau

„Die Idee mit dem Hotdog-Stand stammt von meiner Frau Svetlana. Sie hat immer solche Einfälle“, erklärt der zweifache Familienvater. Vor zwei Wochen, als die Nordröhre des Tunnels gesperrt war und sie auf der anderen Weserseite am Anleger standen, habe es bei ihr „Klick“ gemacht.

Alles Weitere schnell geregelt

Alles Weitere war schnell geregelt: Stanislav Danschikov, der hauptberuflich als Maschinenbediener bei dem Nordenhamer Unternehmen Eaton arbeitet, besorgte sich binnen weniger Tage die notwendigen Papiere und einen gebrauchten Imbisswagen.

Resonanz ist gut

Am Dienstagmorgen legte er los. Stanislav Danschikov steht mit seinem blau-weißen Verkaufsstand unweit des Weserschlösschens. Neben Hotdogs verkauft er dort auch Softdrinks und Mineralwasser. „Die Resonanz ist gut, ein paar Euro hab ich schon in der Tasche“, sagt der Neu-Gastronom zufrieden.

Noch viel vor

Zunächst steht der Wagen nur von 8 bis 12 Uhr in Blexen, ab August dann ganztägig. Schon ab diesem Donnerstag soll es neben der Hotdogs auch Bratwürste am Imbissstand geben. In Kürze sollen heiße Getränke hinzukommen – womit Stanislav Danschikov auch schon bei der nächsten Geschäftsidee seiner Frau wäre: „Sie träumt davon, ein Café eröffnen.“

 

Timo Kühnemuth

Timo Kühnemuth

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Timo Kühnemuth ist gebürtiger Ostfriese und hat in Oldenburg Germanistik, Geschichte und Politikwissenschaften studiert. Danach absolvierte er bei der Kreiszeitung Wesermarsch sein Volontariat. Von 2006 bis 2010 arbeitete er als Redakteur bei Zeitungen in Buxtehude und Delmenhorst. Seit April 2010 ist er wieder für die Kreiszeitung Wesermarsch im Einsatz.