Fehlgeburten: Projekt in Nordenham ermöglicht würdigen Abschied

Schmetterlingskinder oder Sternenkinder nennt man heranwachsendes Leben, das stirbt, bevor es richtig begonnen hat. In Nordenham können betroffene Eltern seit Sommer 2018 in Würde Abschied nehmen.

Beisetzung auf Atenser Friedhof

Pastorin Heike Boelmann-Derra und Pastor Christopher Iven gestalteten einen Gottesdienst, zu dem die Eltern von Fehlgeburten eingeladen waren. Anschließend erfolgte die Beisetzung in einem Urnengrab auf dem Atenser Friedhof. Die erste in der Friedhofsgeschichte der Stadt Nordenham.

Ziel ist ein würdiger Abschied

Initiator war der Gynäkologe Detlef Klünner. Er suchte den Kontakt zur Kirche, um Eltern einen würdigen Abschied von ihrem tot geborenen Kind zu ermöglichen. In immer mehr Kirchengemeinden in Deutschland wird dieser Schritt vollzogen. Hintergrund dafür sind auch juristische Veränderungen, die eine Bestattung von Frühgeburten erlauben.

63 Bestattungen im Jahr 2018

Im vergangenen Jahr sind auf dem Atenser Friedhof 63 Frühgeburten bestattet worden. Mehrere Frauen hätten sich bei ihm gemeldet und deutlich gemacht, wie wichtig ihnen das Thema ist, sagt Detlef Klünner.

Wie es mit dem Projekt weitergehen soll und welche Aktionen in nächster Zeit geplant sind, lest Ihr am Mittwoch in der KREISZEITUNG WESERMARSCH.