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Flotte Sohlen aus Syrien tanzen mit Nordenhamern

Lautes Lachen tönt aus der Jahnhalle. Die Mitglieder der Tanzgruppe Die Flotten Sohlen amüsieren sich köstlich, als Trainerin Frauke Kewer ihnen eine neue Schrittkombination zeigt und vormacht, wie es nicht aussehen sollte. Mitten drin: Bassam Kayyal und seine Frau Zienat. Die beiden Syrer tanzen in der Gruppe mit, um mit Deutschen zusammenzukommen und neue Freunde zu finden.

Die Familie ist vor dem Krieg geflohen

Vor zwei Jahren sind Bassam und Zienat Kayyal zusammen mit ihrer Tochter aus der syrischen Stadt Homs geflohen. Dort hat Bassam Kayyal einst als Englischlehrer gearbeitet. Zienat Kayyal war Hausfrau. „Durch den Krieg haben wir alles verloren“, sagt der 65-jährige Syrer. Nun hat die Familie ein neues Zuhause in Nordenham gefunden.

Lachen ist das Allerwichtigste

Trotz ihres Schicksals strahlen die beiden pure Lebensfreude aus. „Lachen ist hier bei uns das Allerwichtigste. Das Leben ist ernst genug“, sagt Frauke Kewer. Integration lag der Tanzlehrerin schon immer am Herzen. „Es ist wichtig, Menschen wie Bassam und Zienat in die Gruppe hineinzuziehen. So bekommen sie Kontakt zu Nordenhamern“, sagt sie.

Alle Menschen sind willkommen

Viele Deutsche seien noch zu steif, um sich den Flüchtlingen gegenüber zu öffnen. „Sie nehmen uns nichts weg. Sie bereichern uns“, ist Frauke Kewer überzeugt. Die Flotten Sohlen sind alles andere als steif im Umgang mit den beiden Syrern. Alle sind sich einig: Wer auch immer mitmachen möchte, ist herzlich willkommen.

Tanzen bringt große Freude

Bassam und Zienat Kayyal fühlen sich wohl zwischen den deutschen Frauen. „Alle sind sehr nett“, findet Bassam Kayyal. Auch in Syrien hat das Ehepaar schon gern getanzt – nach arabischer Musik. In Deutschland ist der Tanzstil zwar ein anderer, und auch die Musik – aber auch daran haben Bassam und Zienat Kayyal ihre Freude.