Flugzeugabsturz: Weitere Wrackteile bei Tossens gefunden

Die Suche nach dem vermissten Kleinflugzeug im Jadebusen und den Insassen geht weiter. Die einmotorige Maschine war offenbar am Sonntagabend bei schwierigen Wetterbedingungen auf dem Flug von Wangerooge nach Hannover abgestürzt. Das lassen zahlreiche Wrackteile vermuten, die in den vergangenen Tagen im Jadebusen und auch an der Küste vor Tossens entdeckt wurden.

Wattführer findet Kleinteile

Unter anderem berichtete der Wattführer Matthias Schulz bei Facebook, dass er „haufenweise Kleinteile von dem verunglückten Flugzeug […] in Eckwarderhörne und Tossens am Strand gefunden und der Polizei übergeben habe“. Unter anderem habe er eine laminierte Checkliste aus dem Watt gefischt, die das Kennzeichen und die Typenbezeichnung des Flugzeugs trägt.

Suche fortgesetzt

Am Mittwoch hatten ein Polizeihubschrauber und ein Peilboot die Suche fortgesetzt. Der Hubschrauber sei den möglichen Flugkorridor der Kleinmaschine abgeflogen, habe auf der rund einstündigen Suche  von Wangerooge bis Tossens aber nichts festgestellt. Im Verlauf des Mittwochs seien diverse Wrackteile im Bereich Tossens angespült worden.

Wasserschutzpolizei übernimmt

Am Mittwochnachmittag übernahm die Wasserschutzpolizei die Koordinierung über die Suchmaßnahmen auf dem Wasser. Ein Sprecher teilte auf Anfrage mit, dass die Suche am Nachmittag unterbrochen worden sei, um gemeinsam mit Luftfahrtexperten und anhand der gefundenen Wrackteile zu erörtern, wie die Suche weiter strukturiert werden könne. So solle das Hauptwrack möglichst rasch gefunden werden, um den Angehörigen der Flugzeuginsassen Gewissheit zu verschaffen.

Zeugen gesucht

Die Polizei bittet weiter um Zeugenhinweise. Wer das Flugzeug am Sonntagabend über dem Jadebusen beobachtet hat, wird gebeten, die Beamten unter 0 44 21/94 20 zu kontaktieren.

Frank Lorenz

Frank Lorenz

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Frank Lorenz, Jahrgang 1982, stammt aus Bremerhaven und ist seit 2008 Redakteur bei der Kreiszeitung Wesermarsch. Er studierte Journalismus und Technische Kommunikation im Ruhrgebiet und volontierte bei der Nordsee-Zeitung.