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Geister aus einer fremden Welt im Museum in Brake

Die Besucher des Schiffahrtsmuseums  Unterweser in Brake können in eine fremde Welt eintauchen. Dafür sorgen Hampatongs aus Borneo. Die Kultmale verkörpern Geister von Toten und Lebenden.

Einzigartige Sonderausstellung zeigt Figuren und Masken

Die Sonderausstellung im Borgstede & Becker-Haus, Breite Straße 9, hat den Titel „Das Totenschiff – Kulturkontakte aus unterschiedlicher Perspektive“. Sie zeigt Skulpturen und Masken. Sie stammen aus der Sammlung von Dr. Helmuth Steenken (1929-2017) aus Oldenburg. Rund 60 Exponate sind zu sehen.

Ein begeisterter Sammler und Ethnologe

Helmuth Steenken war ein begeisterter Sammler und Ethnologe. Einer seiner Schwerpunkte waren die Kulturen Borneos und Papua Neuguineas. Auf mehreren Reisen entdeckte er auf Borneo Spuren und Zeugnisse deutscher Missionare. Er entdeckte Berichte von Anton Renken auf Oldenburg, der von 1888 bis 1921 als Missionar auf Borneo lebte. Auch darüber informiert die Ausstellung.

Mehr als 6000 Kultobjekte zusammengetragen

Im Jahr 2012 hat Helmuth Steenken ein Buch über die Missonsarbeit auf Borneo veröffentlicht. Zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits eine stattliche Sammlung an Kultobjekten zusammengetragen. Mehr als 6000 Exponate umfasst seine Sammlung, die er in seinem Privathaus in Oldenburg Besuchern zeigte. Ein kleiner Teil davon ist nun im Museum in Brake ausgestellt.

Hampatongs sind das Kernstück der Ausstellung

Dazu gehören die Hampatongs. Die Skulpturen sind das Kernstück der Ausstellung. Sie verkörpern die Geister von Toten und Lebendigen und wurden zum Schutz ausgestellt. Daneben werden verschiedene Masken gezeigt, denen geheimnisvolle Wirkung zugesprochen wird. Klappermasken sollten gegen Kindbettfieber helfen, Schreckmasken gegen Geister. Zu sehen ist auch das Totenschiff, das sich der Arzt bauen ließ. Die Ausstellung ist bis Mai 2018 zu sehen.