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Harriersand: Inselfreunde wollen unter die Fährbetreiber gehen

Die kleine Fähre „Guntsiet“ verbindet Brake und die Weserinsel Harriersand. Im kommenden Jahr könnte der Verein der Inselfreunde Harriersand Fährbetreiber sein. Interesse hat er angemeldet. 

Stadt und Verein führen erste Verhandlungen

Mit dem Vorstand des Inselvereins habe es erste Verhandlungen gegeben, sagt Brakes Bürgermeister Michael Kurz (SPD). Die Stadt sucht einen neuen Betreiber für die kleine Fähre, nachdem der jetzige seinen Rückzug zum Jahresende angekündigt hatte. Vier Interessenten hatten sich gemeldet, drei hatten wieder abgewinkt. Übrig blieb der Inselverein. Der hat Interesse daran, dass die „Guntsiet“ in Fahrt bleibt, weil viele seiner Mitglieder aus Brake kommen.

Bürgermeister: Grobkonzept ist schon schlüssig

Laut Bürgermeister gibt es ein Grobkonzept für den Betrieb der „Guntsiet“, das schlüssig sei. Es soll auch in der kommenden Saison täglich Fahrten zwischen der Braker Stadtkaje und dem Harriersand geben. Im Tourismus-Ausschuss wurde im nicht-öffentlichen Teil schon darüber gesprochen. Bei den Politikern kam das Grobkonzept offenbar an: Der Fachausschuss empfahl, es so zu machen, berichtet der Bürgermeister.

Vereinsmitglieder und Stadtrat müssen noch zustimmen

Auch wenn der Kurs nach Gesprächen zwischen Vereinsvorstand und Bürgermeister abgesteckt scheint: Es bedarf noch Zustimmungen von beiden Seiten. So muss der Stadtrat, der am 12. Dezember tagt, zustimmen. Fünf Tage später gibt es eine Mitgliederversammlung der Inselfreunde. Denn die Mitglieder entscheiden, ob der Verein den Betrieb der „Guntsiet“ übernehmen soll. Und zudem müsse laut Vorsitzendem Wilfried Müller ein Vertragsentwurf vorliegen.

Fähre geht jetzt erst einmal ins Winterlager

Die im Jahr 1963 gebaute Fähre gehört der Stadt Brake. Die bedient sich seit vielen Jahren eines Betreibers. Am Donnerstag wird die „Guntsiet“ übergeben. Sie geht dann ins Winterlager. Notwendige Reparaturen werden bis zum nächsten Saisonstart erledigt. Dann könnten die Inselfreunde das Steuer in der Hand haben.