Freude bei Wesermarsch-Mühlen: Müllerhandwerk soll Kulturgut werden

Die Moorseer und die Seefelder Mühle können auf einen Image-Gewinn hoffen. Das Land hat das Müllerhandwerk als „immaterielles Kulturerbe“ vorgeschlagen. Allein das ist eine Auszeichnung. Ob es tatsächlich soweit kommt, soll sich im Februar 2019 entscheiden.

„Gelebte Tradition in unserem Land“

Das Handwerk der Müller in Wind- und Wassermühlen sei „gelebte Tradition in unserem Land“, das sich durch das große Engagement vieler Niedersächsinnen und Niedersachsen auszeichnet, meint Kulturminister Björn Thümler. Das Müllerhandwerk sei „eine Bereicherung für uns alle“.

Anträge werden von Experten geprüft

Im Laufe des Jahres werden alle von den Bundesländern eingereichten Anträge von einem unabhängigen Expertengremium bei der Deutschen Unesco-Kommission geprüft. Wird der Antrag bewilligt, landet das Müllerhandwerk im bundesweiten Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes.

Bessere Chancen bei Förderanträgen

Einrichtungen wie das Museum Moorseer Mühle hoffen, dass es mit der Auszeichnung klappt. „Das Museum könnte fortan damit werben, ein immaterielles Kulturerbe zu fördern. Dies könnte dabei helfen, noch mehr Besucher nach Moorsee zu locken, aber auch bei der Beantragung von Fördergeld helfen“, sagt Leiter Christoph Greim.

Timo Kühnemuth

Timo Kühnemuth

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Timo Kühnemuth ist gebürtiger Ostfriese und hat in Oldenburg Germanistik, Geschichte und Politikwissenschaften studiert. Danach absolvierte er bei der Kreiszeitung Wesermarsch sein Volontariat. Von 2006 bis 2010 arbeitete er als Redakteur bei Zeitungen in Buxtehude und Delmenhorst. Seit April 2010 ist er wieder für die Kreiszeitung Wesermarsch im Einsatz.