In den Nordenhamer Kirchen herrscht an Heiligabend Hochbetrieb

Es ist nach wie vor so: An keinem anderen Tag im Jahr ist in den Kirchen so viel los wie an Heiligabend. Das ist auch in Blexen nicht anders. Pastor Dietmar Reumann-Claßen schätzt, dass am Sonntag beim 15-Uhr- und 17-Uhr-Gottesdienst jeweils 350 Besucher in der St.-Hippolyt-Kirche Platz nehmen werden – volles Haus.

Ehrenamtliche Küster packen mit an

Allein kann er diesen Ansturm nicht bewältigen. Deswegen ist er froh, dass er auf die Hilfe von ehrenamtlichen Küstern setzen kann. Normalerweise kümmert sich die hauptamtliche Küsterin um die Vorbereitung der Gottesdienste. „Doch sie ist am Sonntag als Organistin in der Pauluskirche in FAH im Einsatz“, so Dietmar Reumann-Claßen.

Aktuell zählt das Team sechs Helfer

Was an Heiligabend alles zu tun ist, weiß niemand besser als Birgit Brau und Sylke Bohlen, die seit drei beziehungsweise vier Jahren zum Team der ehrenamtlichen Blexer Küster gehören. Insgesamt sind es aktuell sechs Helfer.

Nachmittags ist der Andrang am größten

Während der gut besuchten Nachmittagsgottesdienste tun jeweils zwei Ehrenamtliche ihren Dienst, bei der Christmette um 22 Uhr ist einer. Sie begleiten die Besucher zu den Plätzen, sehen zu, dass diese bis nach vorn durchgehen, damit es sich hinten nicht irgendwann ballt.

Lied-Blätter werden verteilt

Aber es gibt noch andere Aufgaben: Wenn gewünscht, müssen die Männer und Frauen des Küster-Teams vor Gottesdienst-Beginn Lied-Blätter auslegen. Oder sie verteilen die Zettel am Eingang. Während des Gottesdienstes behalten die Helfer alles im Blick. Wenn beispielsweise plötzlich jemand aufsteht, weil er zur Toilette muss, zeigen sie ihm den Weg.

„Ich finde diese Gemeinschaft toll“

„Die Heiligabend-Gottesdienste sind stressiger als andere Gottesdienste, aber es macht trotzdem unglaublich viel Spaß, dabei zu sein. Schließlich ist es doch ein schöner Anlass, in der Kirche zusammenzukommen“, findet Sylke Bohlen. Ihre Kollegin Birgit Brau kann ihr da nur beipflichten: „Ich finde diese Gemeinschaft toll.“

Timo Kühnemuth

Timo Kühnemuth

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Timo Kühnemuth ist gebürtiger Ostfriese und hat in Oldenburg Germanistik, Geschichte und Politikwissenschaften studiert. Danach absolvierte er bei der Kreiszeitung Wesermarsch sein Volontariat. Von 2006 bis 2010 arbeitete er als Redakteur bei Zeitungen in Buxtehude und Delmenhorst. Seit April 2010 ist er wieder für die Kreiszeitung Wesermarsch im Einsatz.