Kaum Platz für weitere Windkraftanlagen in Nordenham

Bislang gibt es in Nordenham erst einen Windpark. Der steht am Butterburger Weg. Doch könnten – rein theoretisch – auch an anderen Stellen der Stadt Windräder aufgestellt werden? Das hat die Stadt jetzt mithilfe einer sogenannten Potenzialanalyse ermitteln lassen.

Maximal sechs Anlagen möglich

Das Ergebnis: Obwohl das Stadtgebiet 87,3 Quadratkilometer groß ist, kämen nur zwei weitere Flächen infrage, auf denen maximal sechs Anlagen stehen könnten. Beide Gebiete, das eine 59,3 und das andere 5,7 Hektar groß, liegen bei Esenshammergroden.

Alles unter die Lupe genommen

Planer haben das Stadtgebiet genau unter die Lupe genommen. Wo gibt es Wohnbebauung, wo Vogelschutzgebiete? Wo verlaufen Straßen? Und wo gibt es Gewässer? Diese Fragen spielten bei der Analyse ebenso eine Rolle, wie die Frage, welche Mindestabstände zu diesen für Windenergie von vornherein ausgeschlossenen Flächen einzuhalten sind.

Politik und Verwaltung am Zug

Politik und Verwaltung müssen jetzt prüfen, ob die ermittelten Potenzialflächen oder Teile davon im Flächennutzungsplan zu Vorranggebieten für Windenergie erklärt werden. Das wäre der nächste Schritt auf dem Weg zu einem zweiten Windpark auf Nordenhamer Stadtgebiet.

Investorengruppe hat Interesse

Es gibt eine örtliche Investorengruppe, die schon im Jahr 2016 angekündigt hatte, zwischen Esenshammergroden und Morgenland Windräder errichten zu wollen. Damals war von acht Anlagen die Rede. Rein theoretisch sind diese Investoren ihrem Ziel jetzt einen Schritt näher. Ohne dieses Gutachten wäre ein zweiter Park nicht möglich gewesen.

Timo Kühnemuth

Timo Kühnemuth

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Timo Kühnemuth ist gebürtiger Ostfriese und hat in Oldenburg Germanistik, Geschichte und Politikwissenschaften studiert. Danach absolvierte er bei der Kreiszeitung Wesermarsch sein Volontariat. Von 2006 bis 2010 arbeitete er als Redakteur bei Zeitungen in Buxtehude und Delmenhorst. Seit April 2010 ist er wieder für die Kreiszeitung Wesermarsch im Einsatz.