Kein Platz im Zug nach Nordenham nach Tote-Hosen-Konzert

Von Bremen mit dem Zug nach Loxstedt und von dort mit dem Taxi weiter nach Nordenham: So umständlich reiste Anke Fischer vom Tote-Hosen-Konzert in Bremen nach Hause. Den bequemeren Weg direkt nach Nordenham konnte sie nicht nehmen, weil sie in den Zug nicht einmal mehr einsteigen durfte.

Türen des Zuges lassen sich nicht mehr schließen

Der letzte Zug um 0.10 Uhr ab Bremen wurde von heimreisenden Hosen-Fans überrannt. „Als wir ankamen, war der Zug schon rappelvoll. Die Türen ließen sich nicht mehr schließen“, erzählt die 56-Jährige. Mit ihr hätten noch viele Konzertbesucher auf dem Bahnsteig gestanden, die nicht mehr mitfahren konnten.

Sonst zusätzliche Züge

Anke Fischer wundert sich, dass die Großveranstaltung die Nordwestbahn, die die Strecke betreibt, offenbar überraschend getroffen habe. Die Nordwestbahn setze bei Großereignissen wie Werder-Spielen, dem Vechtaer Stoppelmarkt oder dem Freimarkt zusätzliche Züge ein oder biete gar einen Sonderfahrplan, sagt Nordwestbahn-Pressesprecher Steffen Högemann.

Mehrkosten werden erstattet

Voraussetzung sei, dass die Veranstalter sich lange im Voraus melden, damit die Nordwestbahn planen könne. „Aus Kulanz erstatten wir die Kosten, die entstanden sind, um auf anderem Weg nach Hause zu kommen“, sagt er.

Ellen Reim

Ellen Reim

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Seit mehr als 25 Jahren ist sie mit Leib und Seele Lokalredakteurin bei der Kreiszeitung Wesermarsch. Vor allem in Nordenham kennt sie sich bestens aus.