„Keine Koalition mit AfD“: Ministerpräsident Weil redet in Rodenkirchen Klartext

Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) ist im Zuge des Landtagswahlkampfes am Montagabend in Rodenkirchen aufgetreten.

Weil spricht Klartext in Rodenkirchen

450 Besucher feierten den Auftritt des Ministerpräsidenten in der Rodenkircher Markthalle frenetisch. Dort fand Weil klare Worte: „Irgendwann ist der Wahlkampf zu Ende. Dann wird eine Regierung zu bilden sein. Außer der AfD schließe ich nichts aus.“

„Miserables Ergebnis“ bei Bundestagswahl

Das Ergebnis der Bundestagswahl nannte er „durchaus ernüchternd“ für die SPD. Daher sei es konsequent, in die Opposition zu gehen. Diesem „miserablen Ergebnis“ müsse am 15. Oktober ein „großartiger Landtagswahlabend für die SPD folgen“.

Lob für ehrenamtliche Helfer

Klartext sprach Weil auch hinsichtlich der Eingliederung von Flüchtlingen, „die in tiefster Not zu uns gekommen sind.“ Weil: “ Da haben wir konsequent den Weg begangen der Zusammenarbeit von Land, Kommunen und wohltätigen Organisationen“, lobte Weil großartiges ehrenamtliches Engagement. „Wenn Ihnen jemand von denen begegnet, klopfen Sie ihm auf die Schulter“.

Nachholbedarf bei Inklusion

Bei der Inklusion, also dem Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung, hat Deutschland nach Ansicht von Weil „eine ganze Generation Rückstand zum Beispiel gegenüber skandinavischen Ländern. In Niedersachsen haben wir uns auf den Weg gemacht, den Rückstand zu verkürzen“, wies der Ministerpräsident auf die Einstellung von 650 Sozialarbeitern zur Unterstützung der Lehrer hin. (Lutz Timmermann)