Kernkraftwerk-Bauschutt auf Braker Deponie: Petition gescheitert

Im August 2018 hatte Harry Grotheer, Sprecher der Bürgerinitiative AtommülldepoNie (BI), eine Petition an Ministerpräsident Stephan Weil überreicht. Mit diesem Schreiben wollte die BI verhindern, dass auf der Deponie Brake-Käseburg freigemessener Bauschutt vom Rückbau des Kernkraftwerks Unterweser landet.

Petition ist vom Tisch

Mit dieser Petition hat sich am Donnerstag der Petitionsausschuss des Landtags befasst. Mit Ausnahme der Grünen stimmten alle Fraktionen dagegen. Die Petition ist somit vom Tisch. Das hat der Grünen-Landtagsabgeordnete Dragos Pancescu, der dem Petitionsausschuss angehört, mitgeteilt.

Alternative zur Lagerung

Wenn die BI mit ihrem Vorstoß Erfolg gehabt hätte, hätte sich das Land um eine Alternative zur Lagerung auf der Deponie Käseburg kümmern müssen. Es hätte eine andere Lösung gegeben, wenn auch nicht von heute auf morgen, machte Dragos Pancescu deutlich.

BI wollte Diskussion lostreten

Mit der Petition habe man eine Diskussion lostreten wollen, sagte BI-Sprecher Harry Grotheer. Es müsse parteiübergreifend darüber gesprochen werden, wie man Abfälle aus Atomkraftwerken bundesweit einheitlich entsorgen kann. Es müsse ein Konzept her.

Was die Bürgerinitiative noch unternommen hat, um zu verhindern, dass KKU-Bauschutt auf der Deponie in Brake landet, lest ihr am Freitag in der KREISZEITUNG WESERMARSCH.

 

Timo Kühnemuth

Timo Kühnemuth

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Timo Kühnemuth ist gebürtiger Ostfriese und hat in Oldenburg Germanistik, Geschichte und Politikwissenschaften studiert. Danach absolvierte er bei der Kreiszeitung Wesermarsch sein Volontariat. Von 2006 bis 2010 arbeitete er als Redakteur bei Zeitungen in Buxtehude und Delmenhorst. Seit April 2010 ist er wieder für die Kreiszeitung Wesermarsch im Einsatz.