Kreistag vertagt Entscheidung über Bauschutt aus Kernkraftwerk Unterweser

Ob sogenannter freigemessener Bauschutt aus dem Kernkraftwerk Unterweser (KKU) auf der Deponie Käseburg in Brake eingelagert wird, ist weiter unklar. Der Kreistag des Landkreises Wesermarsch hat die Entscheidung mit einer Mehrheit von 30 zu 10 Stimmen vertagt. 

Ergebnis wird abgewartet

Er sprach sich dafür aus, das Ergebnis der Einzelfallprüfung durch das niedersächsische Umweltministerium abzuwarten. Mit dieser Prüfung wird geklärt, ob die Deponie geeignet ist, die wenig verstrahlten Materialien aufzunehmen oder nicht. Das Ergebnis soll Ende diesen Jahres vorliegen.

Warten auf Gutachten

Grüne, FDP und Unabhängige hatten schon im März den Antrag gestellt, eine Einlagerung abzulehnen. Während der Sitzung warben sie erneut um Zustimmung und darum, dass der Kreistag sich jetzt positionieren müsse. Warte man auf das Gutachten, sei es zu spät.

Mehrheit will erst alle Fakten vorliegen haben

Die SPD/CDU-Gruppe sowie wie die Kreisverwaltung wollen erst alle Fakten auf dem Tisch liegen haben. Sie verwies auch darauf, dass, ist die Deponie geeignet, ein Rechtsanspruch für den Antragsteller, das KKU, bestehe. Auch mit einer Vertagung behalte man sich alle Optionen offen.