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Kleinensieler will Flüchtlinge im Mittelmeer retten

„Das ist kein Abenteuer, sondern humanitäre Hilfe“, sagt der 60-jährige Michael Hafemann aus Kleinensiel und meint damit seinen bevorstehenden Einsatz im Mittelmeer. Für die private Initiative Sea-Eye wird er ab 11. November mit einem umgebauten Fischkutter aus DDR-Zeiten im Mittelmeer kreuzen, um in Seenot geratene Flüchtlinge zu helfen.

Zum ersten Mal

Zum ersten Mal ist er dabei. Er kennt sich auf dem Mittelmeer gut aus, denn seit 20 Jahren hat der 60-jährige sein zwölf Meter langes Segelboot „Seawitch“ in einem Hafen auf  Sardinien liegen. Damit ist er in den Sommermonaten ständig unterwegs. Kontakte mit Flüchtlingen auf See hatte er bisher nicht, weil er diese Gebiete bisher gemieden hat.

Flug nach Malta

Doch die werden jetzt kommen. Er wird nach Malta fliegen und am 11. November mit dem Schiff „Seefuchs“ den Hafen von Valetta verlassen. Michael Hafemann hatte während einer Ausstellung in Hamburg eines dieser großen Schlauchboote gesehen, mit denen die Flüchtlinge durch Schlepperbanden auf das Meer gebracht und anschließend ihrem Schicksal überlassen werden. Danach stand für ihn fest, dass auch er Menschenleben retten möchte.

Nautische Kenntnisse

An Bord werden vor allem junge Leute sein. „Ich bin sicher, dass sie jemanden brauchen, der über gute nautische Kenntnisse verfügt“, ist Michael Hafemann überzeugt. Der Kleinensieler wird auf dem Schiff, wie alle anderen auch, ehrenamtlich tätig sein. Die Reise nach Malta und auch alle anderen  Kosten bezahlt er aus eigener Tasche.