Krankenhausversorgung: Politiker kritisieren Landkreis Wesermarsch

Auf Landkreis-Ebene wird darüber diskutiert, wie die Krankenhausversorgung der Zukunft aussehen könnte. Die Vorsitzenden von vier Kreistagsfraktionen sind unzufrieden damit, wie der Landkreis über diese Debatte die Öffentlichkeit informiert.

„Große Unterschiede in der Bewertung“

Das haben die Fraktionschefs von SPD, CDU, FDP und Grünen am Freitag deutlich gemacht. Demnach sehen sie „große Unterschiede“ in der Bewertung der Gespräche, die seitens der Kreisverwaltung und der Kreispolitik mit den Klinik-Betreibern aus der Wesermarsch geführt worden sind.

„Kreisverwaltung wirkt voreingenommen“

So, wie die Kreisverwaltung berichtete, erhalte man den Eindruck, dass sich diese bereits festgelegt hat, welche Klinik in der Wesermarsch zukunftsfähig ist. Nämlich das Braker St.-Bernhard-Hospital.

„Verhalten gefährdet das gemeinsame Ziel“

Wenn der Landkreis sich so verhält, gefährde er das gemeinsame Ziel, eine bestmögliche und zukunftsfähige Gesundheitsversorgung für die ganze Wesermarsch zu gewährleisten. Außerdem sollen alle Beteiligten an einen Tisch kommen, betonen die Politiker.

Zu der Frage, ob der Landkreis bei der Klinik-Debatte befangen ist, hat sich am Freitag auch der Landrat zu Wort gemeldet. Wie er die Dinge sieht, lest Ihr am Samstag in der KREISZEITUNG WESERMARSCH.

Timo Kühnemuth

Timo Kühnemuth

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Timo Kühnemuth ist gebürtiger Ostfriese und hat in Oldenburg Germanistik, Geschichte und Politikwissenschaften studiert. Danach absolvierte er bei der Kreiszeitung Wesermarsch sein Volontariat. Von 2006 bis 2010 arbeitete er als Redakteur bei Zeitungen in Buxtehude und Delmenhorst. Seit April 2010 ist er wieder für die Kreiszeitung Wesermarsch im Einsatz.