Nordenhamer Apotheken: Immer mehr Medikamente nicht verfügbar

Nordenhamer Apotheker schlagen Alarm: Immer mehr Medikamente – auch gängige Präparate – sind nicht mehr oder nur noch in kleinen Mengen verfügbar. Das gilt auch für Produkte von anderen Herstellern, die den gleichen Wirkstoff enthalten. Es handelt sich um ein europaweites Problem.

Antiallergika sind Mangelware

Bestimmte Impfstoffe seien nicht mehr erhältlich, sagt Norbert Schulze, der die Stadt- und Vital-Apotheke betreibt. Auch bei Antiallergika und Schmerzmedikamenten mit dem Wirkstoff Ibuprofen gebe es schon seit Längerem Lieferengpässe. Gleiches gelte für den Arzneistoff Valsartan, der zur Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen benötigt wird.

170 Artikel nicht verfügbar

Dennis Jahn, Inhaber der Apotheke Einswarden, geht es ähnlich. Von rund 5000 Artikeln, die wir normalerweise vorhalten, seien aktuell 170 nicht verfügbar. Und das seien keine speziellen Präparate, sondern Medikamente, die wir sonst regelmäßig abgeben würden.

„Bisherige Preispolitik rächt sich“

Da räche sich jetzt der permanente Preisdruck, dem die Arzneimittel-Hersteller schon seit Jahren ausgesetzt sind, ist sich Apotheker Norbert Schulze sicher. Viele Unternehmen seien dazu übergangen, die Wirkstoff-Produktion ins Ausland zu verlagern. Zudem werde die Herstellung weltweit auf wenige Fabriken konzentriert.

Wie der Ausweg aus der Arzneimittel-Misere aussehen könnte, lest Ihr am Donnerstag in der KREISZEITUNG WESERMARSCH.

Timo Kühnemuth

Timo Kühnemuth

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Timo Kühnemuth ist gebürtiger Ostfriese und hat in Oldenburg Germanistik, Geschichte und Politikwissenschaften studiert. Danach absolvierte er bei der Kreiszeitung Wesermarsch sein Volontariat. Von 2006 bis 2010 arbeitete er als Redakteur bei Zeitungen in Buxtehude und Delmenhorst. Seit April 2010 ist er wieder für die Kreiszeitung Wesermarsch im Einsatz.