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Midgard-Hafen in Nordenham: Neuer Kran rollt souverän an Land

Der Midgard-Hafen in Nordenham hat seit Montag einen neuen Hafenkran. Der Stahlkoloss, der sich auf insgesamt 88 Reifen von A nach B bewegen kann, ist in Rostock gebaut, montiert und getestet worden.

Mit dem Kran wird Schüttgut gelöscht

Die Midgard wird ihn hauptsächlich dafür nutzen, um am Standort Nordenham Kohle und anderes Schüttgut zu löschen. „Es dauert acht bis neun Monate, bis so ein Kran fertig ist“, erläutert Werner Gonsior von der Hersteller-Firma Liebherr. Dadurch könne man dem Kunden Lieferfristen von wenigen Monaten zusagen.

Neuanschaffung hat 4,5 Millionen Euro gekostet

Am vergangenen Donnerstag ist der rund 4,5 Millionen Euro teure Kran in Rostock auf eine Barge, also eine Art Ponton, gerollt. Die trat dann am Freitagabend ihre Seereise an. Ein Schlepper zog Barge und Kran von Rostock zum Nord-Ostsee-Kanal und dann über die Nordsee bis nach Nordenham. Dort kam die Fracht am Sonntag an.

Kran per Fernbedienung an Land gebracht

In Nordenham bugsierten insgesamt drei Schlepper die Barge so, dass sie im rechten Winkel zur Midgard-Pier stand. Am Montag um kurz nach 14 Uhr ging es für den Kran dann bei günstigem Wasserstand an Land. Aus eigener Kraft bewegte er sich Meter für Meter vorwärts. Er wurde von Land aus per Fernbedienung gesteuert.

Als Ersatz für „Brücke II“ gedacht

Die Neuanschaffung soll den Portalkran „Brücke II“ ersetzen, der auf dem Midgard-Gelände seit 1967 seinen Dienst tut. An dem 51 Jahre alten Stahlkonstrukt hat der Zahn der Zeit deutliche Spuren hinterlassen, weitere Reparaturen wären aus Kostengründen unsinnig.

Timo Kühnemuth

Timo Kühnemuth

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Timo Kühnemuth ist gebürtiger Ostfriese und hat in Oldenburg Germanistik, Geschichte und Politikwissenschaften studiert. Danach absolvierte er bei der Kreiszeitung Wesermarsch sein Volontariat. Von 2006 bis 2010 arbeitete er als Redakteur bei Zeitungen in Buxtehude und Delmenhorst. Seit April 2010 ist er wieder für die Kreiszeitung Wesermarsch im Einsatz.