Moorseer Mühle: Museum sucht Exponate von Bürgern

Was hat eine Flasche Jägermeister mit der Moorseer Mühle zu tun? Die einfache Antwort: Eine Mühlen-Mitarbeiterin musste früher immer einen Kurzen mit dem ehemaligen Müller Reinken trinken, wenn es Feierabend schlug. Der Rüstringer Heimatbund sucht nun solche Gegenstände, die eine persönliche Geschichte zur Moorseer Mühle erzählen.

Sonderausstellung mit persönlichen Exponaten

Geplant ist eine Sonderausstellung mit dem Titel „Deine Geschichte – 40 Jahre Museum Moorseer Mühle“ vom 25. Juli bis zum 31. Oktober. „Die Idee ist es, dass Bürgerinnen und Bürger uns ihre Objekte leihen, die sie mit der Moorseer Mühle verbinden“, sagt Jan Christoph Greim. Seit einem guten halben Jahr leitet er das Museum.

Objekte sollen Geschichten erzählen

Die Gegenstände müssen weder historisch noch wertvoll sein, aber eine Geschichte sollen sie erzählen. Das kann ein Regenschirm sein, der in der Mühle vergessen wurde und über Umwege wieder zum Besitzer gelangte. Das kann ein Andenken an ein besonderes Ereignis sein oder ein Erinnerungsstück an den Opa, der früher einmal in der Mühle aktiv war. „Der Kreativität sind da keine Grenzen gesetzt“, sagt Jan Christoph Greim.

40 Stücke werden ausgestellt

40 Exponate sollen dann mit Begleittext ausgestellt werden. Wer ein passendes Objekt hat, der kann sich bis zum 16. Februar bei dem Museumsleiter unter 04731/88983 oder info@museum-moorseer-muehle.de melden. „Man muss lediglich den Gegenstand zu uns bringen und mir die Geschichte dazu erzählen. Den Rest erledige ich“, betont Jan Christoph Greim. Nach der Ausstellung bekommen die Leihgeber ihre Objekte selbstverständlich zurück.

Projekt wird gefördert

Das Projekt wird von einem Förderprogramm des Deutschen Museumsbundes mit 5000 Euro unterstützt. Damit ist das Museum Moorseer Mühle eines von sechs Museen, dass unter 32 Bewerbern ausgewählt wurde.