Museumstage in der Wesermarsch: Entdeckungstour statt Unterricht

Ein ganz normaler Schultag? Von wegen! Für die Klasse 3C der Grundschule Rodenkirchen und zahlreiche andere Schulklassen hieß es gestern: Entdeckungstour anstatt Unterricht.

Aktion findet zum zwölften Mal statt

Für die letzten Tage vor den Zeugnisferien hat der Museumsverbund Wesermarsch zum zwölften Mal in Folge zu den Museumstagen eingeladen. Fünf Häuser in der Region öffnen seit letzter Woche Donnerstag ihre Tore für die Aktion. Neben dem Museum Moorseer Mühle beteiligen sich das Museum Nordenham, das Handwerksmuseum Ovelgönne, das Schiffahrtsmuseum Unterweser und das Künstlerhaus Jan Oeltjen. Insgesamt machen 54 Schulklassen bei den Museumstagen mit.

Kinder formen Figuren aus Brotteig

Auch Kerstin Beck, Lehrerin an der Grundschule Rodenkirchen, hatte sich mit ihrer dritten Klasse angemeldet. Mit 16 Jungen und Mädchen verbringt sie den Vormittag im Museum Moorseer Mühle. Bevor die Jungen und Mädchen die Mühle erkunden, geht es in die Backstube. Dort zeigen ihnen Traute Luga und Annegrete Hemken, wie man aus Brotteig Mäuse formt. Danach dürfen die Kinder ihrer Kreativität freien Lauf lassen und eigene Figuren kreieren.

Die Windmühle ist 115 Jahre alt

Während die Brotteig-Figuren im Ofen backen, besichtigen die Grundschüler die 115 Jahre alte Windmühle. Müller Anton Günter Reumann erklärt den Kindern, wie die verschiedenen Gerätschaften wie die Mahlgänge funktionieren. Auch die großen Flügel der Windmühle können die Kinder aus der Nähe betrachten: Anton Günter Reumann nimmt die Schüler mit auf die Galerie und führt die Funktionsweise der Mühlenflügeln vor.