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Neuer Maibaum in Abbehausen begrüßt

Bin ich hier in Dingolfing, Hallbergmoos oder Deggendorf? Diese Frage dürfte sich so mancher Besucher des Maibaum-Spektakels gestellt haben, das am Wochenende in Abbehausen über die Bühne ging. Denn neben dem neuen, knapp 50 Meter hohen und natürlich weiß-blau verzierten Wahrzeichen wirkte auch sonst fast alles wie bei einem Dorffest in Bayern.

Zuschauer brauchen Geduld

Bereits am frühen Vormittag haben sich Dutzende Schaulustige auf der Butjadinger Straße versammelt, um zu beobachten, wie der 49,8 Meter lange und 9,8 Tonnen schwere Douglasienstamm in die Höhe gereckt wird. Sie müssen sich gedulden. Während sich die Kapelle gegen 9.30 Uhr warmspielt, entfernen Helfer zahlreiche Paletten unter dem Stamm. Außerdem wird der Festkranz montiert, Transportsicherungen beseitigt und 44 Tonnen schwere Kontergewichte am Kran befestigt.

Die Goaßlschnalzer mit ihren Peitschen zeigten eine bayerische Tradition. Foto: Lorenz

Böllerschützen geben Salut

Als dann der Himmel aufbricht und die Kapelle den Bayerischen Defiliermarsch intoniert, passt das Bild endgültig. Die Showgruppen aus dem Süden zeigen vor der Gaststätte noch einmal ihr Können, die Böllerschützen geben Salut. Udo Venema strahlt übers ganze Gesicht. „Es ist optimal. Windstill und sonnig. Sogar der Himmel ist weiß-blau“, sagt der Gastronom kurz bevor der Kran seine Arbeit verrichtet.

Rasch aufgestellt

Das eigentliche Aufstellen des Maibaums geht dann vergleichsweise schnell: Um 11 Uhr hievt der Autokran an, um 11.24 Uhr verkündet Moderator Peter Diekelmann via Lautsprecher, dass die Sicherungsbolzen verankert wurden. Was noch fehlt, sind die Stahlseile, mit denen der Maibaum nach allen Seiten fixiert wird. Das erledigen Helfer von einem Hubsteiger aus. Erst als sie fertig sind, wird die Straße wieder freigegeben, können sich die vielen Zuschauer den Maibaum aus nächster Nähe ansehen.
Frank Lorenz

Frank Lorenz

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Frank Lorenz, Jahrgang 1982, stammt aus Bremerhaven und ist seit 2008 Redakteur bei der Kreiszeitung Wesermarsch. Er studierte Journalismus und Technische Kommunikation im Ruhrgebiet und volontierte bei der Nordsee-Zeitung.