Neues Wahrzeichen in Nordenham: Ein Riesen-Maibaum auf Reisen

Wie bringt man einen rund 50 Meter langen, zwölf Tonnen schweren Baumstamm vom bayerischen Englmannsberg nach Abbehausen? Das weiß niemand besser als Josef Knöbel.

Einige Herausforderungen

Knöbel ist Inhaber einer Spezialtransport-Firma mit Sitz im baden-württembergischen Umkirch und hat für den Gastronomen Udo Venema schon dreimal einen blau-weißen Maibaum von Bayern an die Unterweser befördert. Am kommenden Montag startet der vierte Transport. Er wird die Firma auch diesmal vor einige Herausforderungen stellen.

820 Kilometer Strecke

Die Strecke zwischen Englmannsberg und Abbehausen ist rund 820 Kilometer lang. Würde man sie – ohne Pause und ohne verkehrsbedingte Verzögerungen – mit dem Auto zurücklegen, wäre man innerhalb von acht Stunden am Ziel. Der Langholzauflieger der Firma Knöbel wird länger brauchen, viel länger. „Wir dürfen nur nachts fahren, jeweils in der Zeit von 22 bis 6 Uhr“, erläutert Josef Knöbel. Tagsüber werde dann geschlafen.

Begleitfahrzeug als Eskorte

Der Spezialtransporter ist nicht allein unterwegs. Er wird von einem Begleitfahrzeug eskortiert. Die meiste Zeit sind nur zwei Mann im Einsatz, Josef Knöbel will erst kurz vor dem Ziel dazustoßen. „Bei bestimmten Streckenabschnitten werden meine Mitarbeiter zusätzlich durch die Polizei begleitet“, erläutert Josef Knöbel, der in seinem Leben schon viele solcher Transporte vorbereitet hat.

Meiste Zeit auf der Autobahn

Der Maibaum-Transporter wird die meiste Zeit auf der Autobahn unterwegs sein. Nur zu Beginn und zum Ende der Fahrt geht es über Land. Ziel sei es, am Mittwochabend auf dem Parkplatz Harmonie an der A27 anzukommen. Von dort aus geht es in der Nacht zu Donnerstag nach Abbehausen. „Der Wesertunnel wird kein Problem darstellen“, sagt Josef Knöbel.

Letzte Kurve wird knifflig

Knifflig werde es noch mal kurz vor dem Ziel – an der Kreuzung, an der man von der Bundesstraße 212 nach links Richtung Ellwürden abbiegt. „Da wird es ein bisschen eng“, weiß er aus Erfahrung. Wenn alles klappt, ist das Ziel, am Donnerstagmorgen erreicht. Gegen 6 Uhr wird der Baum vor der Gaststätte Butjadinger Tor erwartet.

Timo Kühnemuth

Timo Kühnemuth

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Timo Kühnemuth ist gebürtiger Ostfriese und hat in Oldenburg Germanistik, Geschichte und Politikwissenschaften studiert. Danach absolvierte er bei der Kreiszeitung Wesermarsch sein Volontariat. Von 2006 bis 2010 arbeitete er als Redakteur bei Zeitungen in Buxtehude und Delmenhorst. Seit April 2010 ist er wieder für die Kreiszeitung Wesermarsch im Einsatz.