Nordenham: Gefahr durch streunende Hunde

Es gibt Hunde, deren Namen und Adresse kennt Silvia Kerney vom Tiersuchdienst Wesermarsch seit Jahren. Der Grund: Immer wieder werden die Tiere irgendwo eingefangen und dann zu ihren Besitzern zurückgebracht. Die finden mitunter nichts dabei, wenn ihr Vierbeiner allein unterwegs ist. Falsche Einstellung, betonen Silvia Kerney und ihre Mitstreiter.

Auf der Suche nach Hundehaltern

Die Helferinnen und Helfer des Vereins bringen viel Zeit und Mühe auf, um freilaufende Hunde wieder zu den Besitzern zurückzubringen. „Wir haben seit Jahresbeginn 77 Tiere wieder an die Halter zurückvermittelt. In 31 Fällen ging es um Hunde“, sagt Silvia Kerney. Im vergangenen Jahr summierten sich die Hunderückführungen auf 98, 2016 waren es 101 und 2015 91.  „Diese Hunde sind alle unbeaufsichtigt unterwegs“, betont Silvia Kerney.

Hund kommt über Terrasse ins Wohnzimmer

Das kann gefährlich sein. Silvia Kerney weiß von zwei Hunden, die in diesem Jahr bereits überfahren wurden. Anfang des Monats biss in Friedrich-August-Hütte ein Streuner einen Hund. In einem anderen Fall habe ein Vierbeiner eine Terrassentür aufgedrückt und sei ins Wohnzimmer einer Familie eingedrungen. Dort lag das spielende Baby auf dem Boden. „Es ist zum Glück nichts passiert,“ so Silvia Kerney.

Ellen Reim

Ellen Reim

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Seit mehr als 25 Jahren ist sie mit Leib und Seele Lokalredakteurin bei der Kreiszeitung Wesermarsch. Vor allem in Nordenham kennt sie sich bestens aus.