Darum wählte ein Oldenburger fast 40 Mal den Notruf

Insgesamt fast 40 Mal hat ein 51-jähriger Oldenburger am Mittwoch bei der Polizei angerufen, um telefonisch eine Anzeige zu erstatten. Der Mann meldete sich erstmals gegen 19 Uhr über Notruf bei der Leitstelle der Polizei und forderte den Beamten am Telefon auf, eine Anzeige wegen Beleidigung entgegen zu nehmen. Dem Oldenburger wurde erklärt, dass telefonisch keine Strafanzeigen erstattet werden können.

Mann ist uneinsichtig

Ihm wurde der Weg zur nächsten Polizeidienststelle sowie die Möglichkeit der Online-Anzeige erklärt. Damit zeigte sich der 51-Jährige nicht einverstanden und blockierte mit zunächst elf weiteren Anrufen über längere Zeit eine Notrufleitung. Auch über die Vermittlung versuchte der Mann insgesamt 25-mal, Kontakt mit der Polizei aufzunehmen und eine Anzeige zu erstatten.

Streifenwagen fährt vor

Um 20.20 Uhr suchte eine Streifenwagenbesatzung den Oldenburger schließlich in seiner Wohnung auf. Der 51-Jährige beschwerte sich mehrfach über das Verhalten der Beamten. Die Polizei müsse tun, was er sagt.

Aufregung wegen der TV-Nachrichten

Der Mann wollte eine Anzeige gegen den Nachrichtensprecher eines ausländischen Fernsehsenders erstattet, da dieser angeblich nicht korrekte Meldungen verlesen habe. Nachdem der Mann ankündigte, dass er weiter den Notruf kontaktieren würde, stellten die Beamten sein Mobiltelefon sicher und leiteten ein Ermittlungsverfahren wegen des Missbrauchs von Notrufen ein.

 

Frank Lorenz

Frank Lorenz

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Frank Lorenz, Jahrgang 1982, stammt aus Bremerhaven und ist seit 2008 Redakteur bei der Kreiszeitung Wesermarsch. Er studierte Journalismus und Technische Kommunikation im Ruhrgebiet und volontierte bei der Nordsee-Zeitung.