Premium Aerotec: Ruhe in Nordenham – große Probleme in Augsburg

In Augsburg haben am Dienstag gut 1000 Premium-Aerotec-Beschäftigte dagegen demonstriert, dass in dem Flugzeugwerk 500 Leiharbeiter ihre Arbeit verlieren. Währenddessen haben Betriebsräte von Premium Aerotec mit Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil und drei Ministern in der Staatskanzlei über die Zukunft der Flugzeugindustrie in Norddeutschland gesprochen.

500 Jobs sind bedroht

Für viele Flugzeugbauer in Augsburg sieht es düster aus. Der Standort Augsburg ist besonders stark betroffen von den schwachen Verkaufszahlen für den Airbus A380, das größte Passagierflugzeug der Welt, und den Militärtransporter A 400 M. Die Premium-Aerotec-Werke Nordenham und Varel stehen dagegen nicht auf der Airbus-Liste der von Stellenkürzungen betroffenen Standorte.

Nordenham profitiert vom A-320-Boom

Das liegt in Nordenham zum einen daran, dass die beiden Krisenflugzeuge für die Produktion in Nordenham keine große Rolle spielen. Zum anderen aber profitiert Nordenham stärker als andere Standorte vom Hochlauf bei der A-320-Familie. Bald sollen 63 Maschinen im Monat gebaut werden.

Gespräch mit dem Ministerpräsidenten

Unterdessen haben Premium-Aerotec-Betriebsräte am Dienstag mit Ministerpräsident Stephan Weil und den Ministern Thümler, Althusmann und Lies über den Flugzeugbau in Niedersachsen gesprochen. Die Lage ist derzeit stabil. Die Vertreter der Landesregierung machten deutlich, wie wichtig ihnen die Luft- und Raumfahrtindustrie im Land ist.