Resolution: Brake lehnt KKU-Bauschutt auf Deponie im Stadtsüden ab

Die Stadt Brake spricht sich dagegen aus, dass auf der Deponie Käseburg Bauschutt gelagert wird, der beim Rückbau des Kernkraftwerk Unterwesers anfällt. Im Stadtsüden sollen keine KKU-Abfälle gelagert werden, auch wenn sie freigemessen sind, also von den Behörden als unbedenklich eingestuft werden.

Resolution verabschiedet

Vom Bau- und Umweltausschuss am Donnerstagabend ist eine entsprechende Resolution verabschiedet worden. Zuvor war fast zweieinhalb Stunden lang teils hitzig debattiert worden.

Kreisstädter sind in Sorge

Für die Resolution gibt es folgenden Grund: Der Plan der zuständigen Stellen, den freigemessenen Abfall auf der Deponie zu lagern, löst bei den Bürgern viele Sorgen aus. Sie befürchten vor allem gesundheitliche Schäden durch eine zusätzliche Strahlenbelastung.

Landkreis soll tätig werden

Der Tenor der Resolution: Auf der Deponie Käseburg hat der KKU-Bauschutt nichts zu suchen. Der Landkreis Wesermarsch und seine Gremien werden in der Resolution aufgefordert, im Sinne des Beschlusses tätig zu werden.

Gesonderte Prüfung beginnt am 27. April

Ob wirklich eine Tonne auf der Deponie Käseburg landet, hängt entscheidend von einer gesonderten Prüfung ab. Die beginnt am 27. April, berichtete Hans Conze-Wiechmann vom Deponie-Betreiber GIB-Entsorgung. Mit dem Ergebnis rechnet er im Herbst.

Alles hängt vom Ergebnis der Prüfung ab

Doch wenn nichts dagegen spricht, dann kann der Landkreis die Einlagerung nicht ablehnen. Das Gesetz schreibt vor, dass der öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger, in dessen Gebiet sich der Abfallverursacher befindet, solche Abfälle annehmen muss.