So profitieren andere Kliniken vom Kreißsaal-Aus in Nordenham

Im Landkreis Wesermarsch gibt es seit dem 11. Februar keine Geburtsklinik mehr. Werdende Eltern müssen seitdem in jedem Fall auf Krankenhäuser im Umland ausweichen, sofern sie keine Hausgeburt wollen. 

Bis zu vier zusätzliche Hebammen

Früher kamen jährlich 15 bis 25 Frauen aus Nordenham und Umgebung nach Bremerhaven-Reinkenheide, um im dortigen Klinikum zu entbinden. In diesem Jahr dürften es bis Jahresende um die 50 werden, sagt Sprecher Sebastian Dost. Auch generell seien die Geburtenzahlen steigend. Man wolle deshalb 2020 bis zu vier neue Hebammen einstellen.

Tendenz schon seit Jahren steigend

Im Vareler St.-Johannes-Hospital ist die Zahl der Geburten schon seit zehn Jahren steigend. Durch die Schließung einiger Geburtskliniken in der Region sind es sogar noch mehr Entbindungen geworden, sagt Sprecherin Ute Kopperschmidt. Man habe vier neue Hebammen eingestellt. Eine weitere sowie drei neue Ärzte sollen folgen.

Zusätzliche Kreißsäle eingerichtet

Die Zahl der Wesermarsch-Frauen, die seit Februar im Klinikum Oldenburg entbunden haben, liegt bei 144. Im Vorjahreszeitraum waren es 122 gewesen. Weil die Geburtenzahlen auch insgesamt steigen, hat man dort die Zahl der Kreißsäle auf fünf und die Zahl der Hebammen auf 23 erhöht.

Was die befragten Krankenhäuser noch alles getan haben oder noch tun wollen, um auf die stetig steigenden Geburtenzahlen zu reagieren, lest ihr am Donnerstag in der KREISZEITUNG WESERMARSCH.

Timo Kühnemuth

Timo Kühnemuth

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Timo Kühnemuth ist gebürtiger Ostfriese und hat in Oldenburg Germanistik, Geschichte und Politikwissenschaften studiert. Danach absolvierte er bei der Kreiszeitung Wesermarsch sein Volontariat. Von 2006 bis 2010 arbeitete er als Redakteur bei Zeitungen in Buxtehude und Delmenhorst. Seit April 2010 ist er wieder für die Kreiszeitung Wesermarsch im Einsatz.