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Bei Infotag im Kernkraftwerk Unterweser steht Schadstoffüberwachung im Mittelpunkt

Noch in diesem Jahr erwartet Preussen Elektra als Betreiber des Kernkraftwerks Unterweser (KKU) die Genehmigung zum Rückbau des KKU. Das sagte Kraftwerksleiter Gerd Reinstrom beim 2. Informationstag, zu dem das KKU am Wochenende eingeladen hatte.

Rückbau soll in den kommenden Monaten beginnen

Auch wenn das KKU-Team, wie erhofft, in den kommenden Monaten mit dem Rückbau beginnen kann, werde es zwölf bis 13 Jahre dauern, bevor man von außen etwas von dieser Demontage des Kraftwerks sehen könne, sagte der Kraftwerksleiter. Denn der Rückbau erfolgt von innen nach außen.

Umfangreiche Überwachung der Umgebung

Während des gesamten Rückbauprozesses werde das KKU weiterhin eine umfangreiche Überwachung von Luft, Wasser, Boden und Pflanzen auf radioaktive Immissionen hin vornehmen.  Es gibt in der Umgebung des Kraftwerks keine radioaktiven Stoffe, die auf den Betrieb des KKU zurückzuführen sind.

Für stark radioaktive Abfälle gibt es bislang noch kein Endlager

Die Schadstoffüberwachung war das eine zentrale Thema des Informationstages, das zweite die Vorstellung der Behältnisse, in denen radioaktives Material auf dem Gelände des KKU zwischengelagert wird, bis es in ein Endlager gebracht werden kann. Für stark radioaktive Abfälle gibt es in Deutschland bislang kein Endlager.

Auf dem Kraftwerksgelände sind bislang 34 Castoren eingelagert

Stark radioaktiv sind die Brennelemente. Die werden in Castoren gelagert. 34 Castoren sind bislang im Zwischenlager auf dem Kraftwerksgelände eingelagert. Fünf weitere werden über den Jahreswechsel hinzukommen.