Storchenstation in Berne feiert bestes Brutergebnis

Für die Störche war 2017 ein gutes Jahr. Udo Hilfers, Leiter der Storchenstation Berne, berichtet von dem besten Brutergebnis seit Jahrzehnten. In der Wesermarsch sind 312 Jungstörche ausgeflogen. Doch er schildert auch, dass Stürmen viele Nester zerstört haben und von anderen unerfreulichen Ereignissen.

Gute Versorgungslage

2017 war ein nasses Jahr mit nur wenigen Trockenphasen. „Für die brütenden Störche bedeutete das, dass die Nahrung mit vielen Würmern, Fröschen und Schnecken gut war“, sagt Hilfers. Doch Staunässe und Kälte führten auch zu Ausfällen beim Nachwuchs. In der Storchenstation hatten die Vögel dieses Problem nicht. Denn dort wurden die Nester für die Brutsaison gereinigt und wieder wasserdurchlässig aufgebaut.

Zahlreiche Sturmschäden

Stürme verursachten viele Schäden. „So viele Nester wie in diesem Jahr sind in den gesamten letzten 25 Jahren nicht zerstört worden“, sagt Hilfers. „Erst verloren wir im Sommer schon mehrere Nester durch Übergewicht. Die Bäume oder Äste konnten die viele Zentner schweren Nester nicht tragen und brachen ab. Nach der Brutsaison erreichten uns mehrere Stürme. Herwart und Xavier richteten erheblichen Schaden an.“ Einige Baumnester flogen durch die Orkanböen von den Stämmen.

1000 Mitglieder im Verein

Aber es gab auch Grund zum Feiern: Das zehnjährige Bestehen des gemeinnützigen Vereins und das 25-jährige Bestehen der Storchenpflegestation. Beides wurde nicht gefeiert, weil das Geld fehlt. „Solche Jubiläen können wir uns leider nicht leisten“, sagt Hilfers. Trotzdem: „Unser Verein hat sich prächtig entwickelt, in diesem Jahr konnten wir unser 1000. Mitglied begrüßen.“

Frank Lorenz

Frank Lorenz

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Frank Lorenz, Jahrgang 1982, stammt aus Bremerhaven und ist seit 2008 Redakteur bei der Kreiszeitung Wesermarsch. Er studierte Journalismus und Technische Kommunikation im Ruhrgebiet und volontierte bei der Nordsee-Zeitung.