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Weltdiabetestag: Eine Betroffene aus Nordenham berichtet

Für Diabetiker gehören der Pieks in den Finger und das Spritzen von Insulin zum Alltag. Daran gewöhne man sich, sagt eine 21-jährige Nordenhamerin, die anonym bleiben möchte. Sie berichtet am Weltdiabetestag (14. November) über ihre Krankheit. 

Erste Symptome: Gewichtsverlust und viel Durst

Mit 18 Jahren verlor die Nordenhamerin deutlich an Gewicht. „Dabei habe ich an meinem Essverhalten nichts geändert.“ Zudem hatte sie Durst. Viel Durst. „Ich habe sechs Liter am Tag getrunken.“ Symptome, die für Diabetes sprechen. Ein Arzt bestätigte schließlich den Verdacht.

Insulin muss täglich gespritzt werden

Seitdem muss die 21-Jährige ihr Messgerät und ihre Spritzen immer bei sich tragen. Vor jeder Mahlzeit und vor jedem Getränk muss sie sich Insulin spritzen. „Das gilt dann, wenn die Lebensmittel Kohlenhydrate enthalten“, sagt sie. Ihr Körper produziert das Hormon Insulin nicht mehr. Es ist dafür zuständig, den Zucker aus dem Blut in die Zellen zu schleusen.

Zwei unterschiedliche Diabetes-Typen

Die Nordenhamerin ist an Typ-1-Diabetes erkrankt. Typ-1-Diabetes entsteht durch eine Autoimmunreaktion. Ob man viel Sport gemacht hat oder sich gesund ernährt, hat keinen Einfluss darauf, ob man Typ-1-Diabetes bekommt. Anders ist es bei Typ-2-Diabetes. Hier kann durch viel Sport und eine gesunde Ernährung eine Erkrankung verhindert werden.

Christoph Reiprich

Christoph Reiprich

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Christoph Reiprich (1988er-Jahrgang) ist in Nordenham geboren und dort aufgewachsen. Nach einem Politik- und Sportstudium zog es ihn zurück in den hohen Norden. Bei der Kreiszeitung Wesermarsch ist er als Redakteur tätig.