Wesermarsch: Immer mehr Menschen haben große psychische Probleme

Die Zahl der Menschen, die so große psychische Probleme haben, dass sie für sich und andere zur Gefahr werden, nimmt zu. Gab es am Amtsgericht Nordenham im Jahr 2017 noch 31 Verfahren, bei denen es um die Unterbringung eines Betroffenen in einer Fachklinik für Psychiatrie ging, so waren es im vergangenen Jahr schon 40.

20 Verfahren schon 2019

Und der Trend hält an: „Im ersten Quartal dieses Jahres haben wir bereits knapp 20 Verfahren dieser Art gehabt“, sagt Amtsgerichtsdirektorin Dr. Ann-Katrin von der Heide. In der Regel gehe es für die Betroffenen in die Karl-Jaspers-Klinik in Wehnen. Betroffen seien im Prinzip alle Altersgruppen. Kinder und Jugendliche seien hierbei außen vor.

Größere psychische Belastungen

Dass die Zahl der Unterbringungsverfahren in den letzten Jahren gestiegen ist, dürfte im Wesentlichen daran liegen, dass sich die Menschen immer größeren psychischen Belastungen ausgesetzt fühlen. „Die Lebensverhältnisse werden nicht einfacher“, macht Ann-Katrin von der Heide deutlich.

Wie sich die Zahl der Ehescheidungen und Verbraucherinsolvenzen in den vergangenen Jahren entwickelt hat, lest ihr am Freitag in der KREISZEITUNG WESERMARSCH.

Timo Kühnemuth

Timo Kühnemuth

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Timo Kühnemuth ist gebürtiger Ostfriese und hat in Oldenburg Germanistik, Geschichte und Politikwissenschaften studiert. Danach absolvierte er bei der Kreiszeitung Wesermarsch sein Volontariat. Von 2006 bis 2010 arbeitete er als Redakteur bei Zeitungen in Buxtehude und Delmenhorst. Seit April 2010 ist er wieder für die Kreiszeitung Wesermarsch im Einsatz.