Wird der marode Nordenhamer Bahnhof abgerissen?

Nordenhams Bürgermeister Carsten Seyfarth geht mittlerweile nicht mehr davon aus, dass der marode Bahnhof noch zu retten ist. „Mir fehlt mittlerweile der Glaube, dass man eine Nutzung hinbekommt“, macht er deutlich. Ein Abriss des Gebäudes dürfe deshalb „kein Tabu mehr sein“.

Bürgermeister plant  Gesprächsrunde

Carsten Seyfarth hat vor, im ersten Quartal 2020 alle Beteiligten an einen runden Tisch zu holen, um offen darüber zu diskutieren. Hierzu einladen möchte er Vertreter der Deutschen Bahn, der Bahn-Tochter DB Immobilien, der DB Station und Service, des Landesamtes für Denkmalpflege, des II. Oldenburgischen Deichbands und des Landkreises.

Bahnhof steht unter Denkmalschutz

Bei der Gesprächsrunde werde es unter anderem darum gehen, unter welchen Umständen der Denkmalschutz bereit wäre, einem Abriss zuzustimmen. Zudem werde sicherlich auch über die Finanzierung gesprochen. Aufgrund ihrer angespannten Haushaltslage sei die Stadt sicherlich nicht in der Lage, den Abriss finanziell zu unterstützen.

Was kommt danach?

Sollte sich ein Abriss des Bahnhofs realisieren lassen, müsste man dann im zweiten Schritt gucken, was danach kommt, so Carsten Seyfarth. Aktuell sei es aber noch zu früh, um über mögliche Optionen zu sprechen. Ihm sei es wichtig, dass jetzt überhaupt etwas getan wird.

Darf man ein Gebäude, das unter Denkmalschutz steht, überhaupt abreißen? Was die zuständige Landesbehörde dazu sagt, lest Ihr am Mittwoch in der KREISZEITUNG WESERMARSCH.

Timo Kühnemuth

Timo Kühnemuth

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Timo Kühnemuth ist gebürtiger Ostfriese und hat in Oldenburg Germanistik, Geschichte und Politikwissenschaften studiert. Danach absolvierte er bei der Kreiszeitung Wesermarsch sein Volontariat. Von 2006 bis 2010 arbeitete er als Redakteur bei Zeitungen in Buxtehude und Delmenhorst. Seit April 2010 ist er wieder für die Kreiszeitung Wesermarsch im Einsatz.