Senvion-Schließung: Mit 58 noch einmal auf Jobsuche

Mehr als zehn Jahre lang hat Rainer Könemann am Bremerhavener Labradorhafen Windräder gebaut. Der Elektroinstallateur gehört zu den ersten Mitarbeitern im Turbinenwerk von Senvion (damals noch Repower). Jetzt haben seine Kollegen und er dort die letzte Anlage aus der Halle gerollt. Ende des Jahres ist bei Senvion Schluss.

Energiewende

„Das hätte keiner gedacht“, sagt Könemann. Ein bisschen auf und ab sei es zwar manchmal schon gegangen in der Branche und bei ihnen im Werk, „aber die Perspektive war immer da“. Schließlich arbeiteten sie für die Energiewende – Windkraft statt Kohle- und Atomstrom. Sie fühlten sich gebraucht.

Neue Herausforderung

Jetzt muss Könemann mit 58 noch einmal auf Jobsuche gehen. Vielleicht auf einer Werft oder in einem Handwerksbetrieb. „Nur mit der Windenergie“, sagt er, „habe ich abgeschlossen.“

Rainer Könemann ist einer von 200 Beschäftigten, die ihren Job verlieren. Die Reportage über den derzeitigen Arbeitsalltag und die Gemütslage der Kollegen, lest ihr jetzt bei norderlesen.de.