Bremen und Niedersachsen sind die deutschen Insolvenzhochburgen

Traurige Bilanz für Niedersachsen und Bremen: Die beiden Bundesländer zählen nach wie vor zu den Hochburgen bei Privatinsolvenzen in Deutschland.

Bremen auf Platz eins, Niedersachsen Rang drei

Laut dem „Schuldenbarometer 2016“, das der Informationsdienstleister Bürgel am Donnerstag in Hamburg veröffentlichte, liegt Bremen in diesem bundesweiten Vergleich auf Platz eins. Niedersachsen liegt hinter dem Saarland auf Platz drei.

Privatinsolvenzen insgesamt rückläufig

Insgesamt gesehen war die Zahl der Privatinsolvenzen jedoch zum sechsten Mal in Folge rückläufig. Dank guter Wirtschaftslage und niedriger Arbeitslosigkeit  sank sie im Vergleich zum Vorjahr um 6,4 Prozent.

Besonders Ältere sind betroffen

Am stärksten ist die Altersgruppe „61 Jahre und älter“ betroffen. Ihre Privatinsolvenzen legten um 0,9 Prozent zum fünften Mal zu. Geringe Renten und hohe Krankheitskosten begünstigten das Abrutschen älterer Menschen in die private Pleite.

Zahl der Insolvenzen liegt über dem Durchschnitt

Umgerechnet auf 100 000 Einwohner gab es in Bremen im vergangenen Jahr 212 Privatinsolvenzen und in Niedersachsen 171, der Bundesschnitt lag bei 123 Pleiten je 100 000 Einwohner. In absoluten Zahlen gab es in Niedersachsen 13 546 Privatinsolvenzen (minus 4,1 Prozent) und in Bremen 1429 (plus 1,6 Prozent).